Digitale Transformation

In Deutschland darf Digitalisierung nichts kosten

Das Potenzial ist da. Doch im Ländervergleich zeigt sich, dass die meisten Unternehmen offenbar zu wenig für den digitalen Wandel tun.

01.02.2017
Studie Deutschland Digitalisierung
Der Ländervergleich zeigt, dass die meisten Unternehmen offenbar zu wenig für den digitalen Wandel tun. (Grafik: Deloitte)

Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte stellt in seiner Studie "Digitale Wettbewerbsfähigkeit – Wo steht der Standort Deutschland?" einen deutlichen Rückstand bei der digitalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands fest. Augenfälligste Kennzahl ist die Höhe der digitalisierungsrelevanten Ausgaben, also gezielter Investitionen in Informations- und Telekommunikationstechnologien. In der Rangfolge der OECD-Länder liegt Deutschland in diesem Bereich im unteren Viertel, weit abgehängt von den Spitzenreitern Niederlande und Schweiz.

Das nötige Know-how wäre durchaus vorhanden. Deloitte hebt hervor, dass die deutschen Universitäten eine ausgezeichnete Ausbildung bieten und dass es eine hohe Zahl an MINT-Studenten gibt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Gerade die Digitalisierung sei dazu geeignet, so die Studienautoren, das auch in Deutschland nur noch geringe Wachstum der Produktivität zu beleben.

Zu den Digitalisierungshindernissen zählt Deloitte außerdem, dass die Startup-Kultur hierzulande nach wie vor unterentwickelt sei. Verantwortlich dafür seien zum einen eine weit verbreitete Skepsis gegenüber dem Unternehmertum insgesamt und zum anderen die Scheu, selbst als Gründer aktiv zu werden.

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