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In Berlin bleibt der Brexit-Boom der Startups aus

Britische Gründer würden sich wegen des Brexits in Scharen nach Berlin aufmachen – dachten viele. Bisher seien jedoch mehr Artikel dieses Tenors erschienen, als Start-ups von der Insel in die deutsche Hauptstadt gezogen, berichtet ein britisches Online-Portal.

03.05.2017
Startups London Grafik
Bezüglich der FinTechs hat Berlin innerdeutsche Konkurrenz: Frankfurt bietet beste Voraussetzungen für britische Banker. (Grafik: Movinga)

Ob die Beratungsfirma PwC , die Wochenzeitung Die Zeit oder das Magazin Wired – sie und andere sprachen von einem "Goldrausch" nach dem Brexit, bei dem Berlin "ganz weit oben auf der Liste" stehe. Ob sie richtig lagen, wird die Zukunft zeigen. Bislang seien nach Angaben der Berliner Stadtverwaltung allerdings nur fünf kleine Startups von London dorthin abgewandert. Das schreibt das britische Online-Medium The Register . In Berlin bestätige man zwar, dass viele Unternehmen an einem Umzug interessiert seien, die meisten wollten aber den Verlauf der Verhandlungen abwarten. Das Portal zitiert Travis Todd von der Berliner Start-up-Community Silicon Allee. Er geht nicht davon aus, dass viele bestehende Unternehmen umziehen werden, denn "schließlich hängen daran Menschen, und die haben Familie, Häuser und alles." Auswirkungen könnte der Brexit aber auf Gründer haben, die derzeit überlegen, ob sie sich in London, oder doch lieber in Berlin niederlassen sollen.

Zumindest, was die FinTechs angeht, hat die Stadt an der Spree harte innerdeutsche Konkurrenz. Im Brexit Relocation City Ranking für britische Banker, den das französische Umzugsunternehmen Movinga erstellt hat, liegt Frankfurt auf dem sechsten Platz und bietet damit in Deutschland die besten Voraussetzungen für Finanzleute von der Insel. An der Spitze des Rankings stehen Dublin, Amsterdam und Maltas Hauptstadt Valletta.

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