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Im Tiefseedrohnen-Wettbewerb beginnt die Endausscheidung

Mit einem Preisausschreiben sucht Shell die besten Unterwasserdrohnen für die Erforschung des Meeresbodens. Der Contest läuft bereits seit 2015 und geht heuer in die heiße Phase.

28.02.2017
Tiefseedrohnen-Wettbewerb Halbfinale
(Quelle: xprize.org)

Mittlerweile ist das Halbfinale im Ocean Discovery XPrize erreicht, bei dem Preisgelder von insgesamt 7 Millionen US-Dollar auf die Gewinner warten. Von den ursprünglich angetretenen 32 Teilnehmern sind noch 21 übrig geblieben. Dazu zählen unter anderem das deutsche Team Arggonauts , das auf einen Drohnenschwarm setzt, und das französische Team Eauligo , das mit einer Art kleiner U-Boote arbeitet. Auch das britische Team Tao setzt auf Schwarmtechnologie, orientiert sich allerdings an der Zusammenarbeit von Ameisen. Die amerikanische Gruppe Blue Devil Ocean Engineering hingegen verfolgt einen komplett anderen Ansatz und hat kleine Sonarsender entwickelt, die über dem Meer abgeworfen werden, zu Boden sinken und mit ihren Signalen eine Vermessung des Bodens ermöglichen.

Bei der nächsten Runde, die im Herbst 2017 startet, müssen die Teams mit ihren Entwicklungen ein 500 km² großes Stück Meeresboden in 2.000 m Tiefe erkunden und davon eine topografische Karte anlegen. Darauf müssen mindestens fünf archäologische, biologische oder geologische Strukturen wie etwa gesunkene Schiffe oder Unterwasserberge erkennbar sein. Für diese Aufgabe haben sie 16 Stunden Zeit. Die zehn besten Teams kommen in die Endrunde, bei der sie in 4.000 m Tiefe operieren, ebenfalls eine Karte anlegen und in 24 Stunden mindestens zehn Strukturen erkennen müssen. Das Team, das die genannten Aufgaben am besten löst, bekommt ein Preisgeld von 4 Millionen US-Dollar.

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