Digitale Transformation

Im Mittelstand rücken digitale Geschäftsmodelle nach

Dienstleister sind die Pioniere der Digitalisierung – sowohl unter den Gründern als auch bei der Transformation bestehender Geschäftsmodelle.

03.02.2017
Digitale Partner Shutterstock
Digitalisierung ist zuerst ein Servicegeschäft. (Foto: Shutterstock)

Deutschland steuert in Sachen Digitalisierung auf einen harten Bruch zu: Während Startups und junge Gründer vorrangig mit digitalen Geschäftsmodellen antreten, verzichten kleinere mittelständische Unternehmen zum überwiegenden Teil auf externe Beratung zur Digitalisierung. Einer repräsentativen Bitkom-Befragung zufolge hat nicht einmal jedes fünfte Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern bisher Beratungsleistungen zur digitalen Transformation in Anspruch genommen, und nur 6 % dieser Unternehmen planen das.

Ein völlig anderes Bild liefern Unternehmen von 500 Mitarbeitern an aufwärts: Rund die Hälfte von ihnen haben bereits die Hilfe externer Berater genutzt, bei weiteren 22 % steht das auf dem Plan, und nur in rund einem Viertel der großen Unternehmen sehen die Verantwortlichen gar keinen Beratungsbedarf. Dagegen meldet die KfW , dass etwa jeder fünfte Gründer der Jahre 2013 bis 2015 digital an den Start gegangen ist. Diese Gruppe hat auch in anderen Punkten die Nase vorn: Digital-Start-ups treiben mehr Forschung und Entwicklung (19 %) als nichtdigitale Gründer und engagieren sich deutlich stärker überregional. Bitkom- und KfW-Befunde stimmen darin überein, dass Digitalisierung zuerst ein Servicegeschäft ist: Von 100 Gründern bieten 70 Dienstleistungen an, und zwar überwiegend (58 %) im B2B-Bereich. Auch unter den bestehenden Dienstleistern ist das Interesse größer: Hier haben 26 % bereits Berater zur Digitalisierung engagiert, 3 % nehmen sich das noch vor.

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