Research & Innovation

Ich schau Dir in die Augen, Kleiner!

Forscher der TU Kaiserslautern stellen in Hannover den aktuellen Entwicklungsstand eines intelligenten Schulbuches vor, dass zukünftig dabei helfen soll, Stärken und Schwächen von Schülern zu identifizieren, um sie anschließend individuell fördern zu können.

17.03.2017
TU_Kaiserslautern_HyperMind

Nachdem digitale Techniken längst unser Zuhause und zunehmend auch unsere Arbeitsplätze erobert haben, halten sie nun auch allmählich Einzug in unsere Schulen. Wie sie dort den Unterricht sinnvoll ergänzen oder gar revolutionieren können, daran arbeiten unter anderem Forscher der Technischen Universität in Kaiserslautern. Ziel ihrer Arbeiten ist die Entwicklung eines intelligenten Schulbuches, welches die Möglichkeiten, die Rechner und Tablets vorgeben, bestmöglich ausschöpft. Grundlage des HyperMind genannten Projektes ist dabei eine Technik, die die Blickrichtungen des Lesers erkennen und analysieren kann. Bemerkt das System zum Beispiel Verständnisschwierigkeiten bei einem Schüler, kann sofort eine individuelle Unterstützung initiiert werden. Auf der CeBIT 2017 in Hannover präsentieren die pfälzischen Forscher jetzt den aktuellen Stand ihrer Entwicklung.

Das Projekt geht einher mit einer Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft, mit der Bundesbildungsministerin Johanna Wanka die deutschen Schulen fit für die Digitalisierung machen möchte. Vor allem neue Ideen und Konzepte, die den Schulunterricht von morgen smarter machen, stehen bei dieser Initiative im Fokus, beispielsweise digitale Tafeln, Datenbrillen, die den Lernstoff teils spielerisch vermitteln, oder eben intelligente Bücher. "Das Besondere hierbei ist, dass das Buch die Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler mithilfe integrierter Sensoren frühzeitig erkennt", so Professor Jochen Kuhn, der zusammen mit Professor Dr. Andres Dengel führend an der Entwicklung des Projekts HyperMind beteiligt ist.

Research & Innovation Job & Career RSS Feed abonnieren