Communication & Networks

HP verkauft Open-Source-Netzwerkgeräte

HP setzt künftig auch auf Netzwerkkomponenten auf Linux-Basis und tritt damit in Konkurrenz zu Branchenprimus Cisco und Neuling Facebook.

04.03.2015 Jörn Brien

HP: Mit günstigen Netzwerkgeräten Konkurrenz in Schach halten

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HP steigt ins Geschäft mit Open-Source-Netzwerkgeräten ein. (Foto: HP)

Im Oktober 2014 hat HP-Chefin Meg Whitman angekündigt, HP in zwei große Bereiche unterteilen zu wollen. Der eine Teil soll im Geschäftskundensegment, der andere vorrangig im Verbraucherbereich tätig sein. Vor diesem Hintergrund muss wohl auch die aktuelle Ankündigung gesehen werden, dass HP Open-Source-Netzwerkgeräte von Auftragsfertigern weiterverkaufen will.

Der Netzwerkmarkt befindet sich aktuell im Wandel – hin zu günstigeren Komponenten auf Open-Source-Basis. „Wir sehen eine Verschiebung“, zitiert die New York Times Mark Carroll, den CTO von HPs Netzwerk-Geschäft. Der traditionelle Markt mit nur einem Lieferanten wandele sich zu einem Markt mit vielen verschiedenen Anbietern. Mit günstigen Open-Source-Produkten kann HP Branchenprimus Cisco verdrängen und die Konkurrenz in Schach halten.

HP will zwei Netzwerk-Switches auf den Markt bringen

Facebook hatte zuletzt mit "6-Pack" den finalen Baustein für sein modulares Datenzentrum der Zukunft vorgestellt. Die Facebook-Entwickler haben sowohl eigene Hardware gebaut als auch das auf Linux basierende Betriebssystem FBoss entwickelt. Dadurch will Facebook sich von den vorgefertigten Großgeräten von HP und Cisco unabhängiger machen – ein Schritt, den auch andere Unternehmen gehen werden – und dem HP jetzt Tribut zollt.

Zu Beginn wird HP zwei Netzwerk-Switches auf den Markt bringen. Hersteller für die Hard- und Software sollen die Auftragsfertiger Accton Technology und Cumulus Networks sein. Schon im März sollen erste Geräte auf den Markt kommen.

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