Augmented & Virtual Reality

Hast Du die Signale nicht gesehen?! Doch, jetzt schon!

Die Westsächsische Hochschule Zwickau hat eine Schutzhelm-integrierte Datenbrille entwickelt, die im Ernstfall auch mal ein Leben retten kann - wie das geht, ist auf der CeBIT 2017 zu erleben.

16.03.2017
HS Zwickau Schutzhelmintegrierte Datenbrille

Wenn am Arbeitsplatz Gefahr droht, gibt es klassische Warnhinweise, die jeder sofort versteht: Sirenen heulen los oder rote Blinklichter fangen grell an zu leuchten. Doch obwohl jeder diese Signale richtig interpretiert, heißt das nicht zwangsläufig, dass sie auch jeder rechtzeitig mitbekommt. In der Stahlindustrie zum Beispiel tragen Mitarbeiter umfangreiche Schutzkleidung inklusive Helm, Brille und Gehörschutz, sodass sie in der akustischen und optischen Wahrnehmung meist massiv eingeschränkt sind. Hier setzt die in den Schutzhelm integrierte Datenbrille an, die Elektrotechniker der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Informationssysteme (GESIS) entwickelt haben und die sie im Rahmen der CeBIT 2017 in Hannover jetzt der Öffentlichkeit vorstellen.

Die Datenbrille ermöglicht es, Warnhinweise direkt ins Sichtfeld des Mitarbeiters einzublenden und somit die Arbeitssicherheit zu verbessern. Die Übertragung der Signale erfolgt dabei drahtlos über eine Bluetooth-Schnittstelle. Gespeist wird das System aus einem Akku, der für mindestens eine ganze Schicht ausgelegt ist. Darüber hinaus zeigt sich die Brille sehr flexibel; sie lässt sich links wie rechts am Helm anbringen und kann auch mit Lese- und Schutzbrillen kombiniert werden. Über die reinen Warnhinweise hinaus sind zukünftig auch weitere Anwendungen im Bereich der "Augmented Factory" angedacht, die im direkten Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Mitarbeiter stehen.

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