Smart Cities

Hacker können Smart Cities ins Chaos stürzen

Viele Städte wollen technologisch fortschrittlicher und moderner werden. Solche Smart City-Konzepte bergen aber auch Gefahren. Nicht nur in den USA häufen sich bereits Angriffe auf kritische Infrastrukturen.

26.04.2017
Hacker Smart City IoT
Nicht nur in den USA jäufen sich Hackerangriffe auf Smart City-Konzepte. (Foto: Shutterstock)

Anfang April wurden die Bürger in Dallas/Texas unsanft aus dem Schlaf gerissen: Um 23.40 Uhr sprangen mehr als 150 Sirenen des örtlichen Sturmwarnsystems an – immer wieder, bis um 1.17 Uhr in der Nacht. Schnell war die Notrufnummer 911 überlastet. Nur: Ein Sturm war weit und breit nicht in Sicht. Vielmehr hatte ein Hacker die lautstarken Warnungen ausgelöst. Die Verantwortlichen wussten sich irgendwann nicht mehr anders zu helfen, als das komplette System vom Netz zu nehmen.

In den letzten Jahren haben Forscher viele solche Sicherheitslücken gefunden, berichtet das Magazin Technology Review , ob in Ampeln oder in Stromzählern. Experten sorgen sich, so heißt es weiter, dass dies erst der Anfang ist: Immer mehr Geräte seien vernetzt, das Internet der Dinge breite sich aus. Und damit entstehen immer mehr Schwachstellen, die eines Tages vielleicht "ganze Städte ins Chaos stürzen könnten". An realen Beispielen mangelt es schon heute nicht: Unter anderem wurden bereits das Stromnetz in Kiew und Fahrkartenautomaten in San Francisco gehackt. Das Magazin zitiert dazu Peter Tran, Senior Director der auf IT-Sicherheit spezialisierten US-Firma RSA Security . Er fordert, dass bei der Gestaltung der Zukunft der Städte die Cybersicherheit den gleichen Stellenwert haben muss wie jede Gestaltungs- und Architekturvorgabe.

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