Broadband

Googles Internet-Ballons surfen mit dem Wind

Ein Problem von Project Loon war bisher, dass die Provider-Ballons nicht da bleiben, wo sie gebraucht werden. Seit Kurzem segeln sie schon schlauer und steigen in den passenden Wind ein.

27.02.2017
google Internet Ballons
Googles Internet-Ballons surfen mit dem Wind

Um die zum Project Loon gehörenden Ballons über einer bestimmten Region zu halten, nutzt Google jetzt eine auf künstlicher Intelligenz basierende Navigation. Ursprünglich sollten dazu riesige Ringe von Ballons in der Stratosphäre um den Erdball kreisen und einander ablösen, um ländliche, abgelegene Regionen der Erde mit Internet-Zugang zu versorgen. Jetzt hat die Forschungsabteilung offenbar einen besseren Weg gefunden: Nach dem neuen Ansatz sorgen Algorithmen dafür, dass sich kleine Gruppen von Ballons zusammentun und Cluster über Regionen bilden, die Internet-Zugang benötigen. Der Schlüssel dazu liegt in den je nach Höhe unterschiedlichen Windströmungen . Indem die Ballons steigen und sinken, können sie die Richtung ändern und auf diese Weise relativ stabil über einer bestimmten Region kreisen.

Bei Google hofft man, das Projekt Loon nun deutlich schneller in den praktischen Einsatz bringen zu können. Es soll jetzt nur noch Wochen statt Monate dauern, bis ein Loon-Netzwerk über einer bestimmten Region eingerichtet ist, auch der Aufwand für Einrichtung und Betrieb sei erheblich geringer, wie Astro Teller, CEO von Googles Tochter X, in einem aktuellen Blog-Eintrag meldet.

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