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Google Analytics: Diese Reports bringen Ihnen Umsatz

Custom-Reports bringen Ordnung in Google Analytics. Sie zeigen nur, was wichtig ist. Egal ob Besucher, Conversions oder Umsatz. Das müssen Sie wissen.

16.09.2015 Lars Budde

5 Custom-Reports für alle Lebenslagen

Einige Reports gehören ins Arsenal eines jeden Marketers, darunter auch die folgenden.

Google Analytics ist auf Millionen von Websites im Einsatz, sammelt fleißig Daten und liefert Antworten. Antworten auf Fragen wie „Woher kommen meine Besucher?“ und "Welchen Browser nutzen Sie?". Nur wenige nutzen Analytics aber über diese Berichte hinaus. Dabei bieten gerade die Custom-Reports ("benutzerdefinierten Berichte") viel Potenzial.

Im Gegenteil zum überladenen Interface von Google Analytics, erfassen Custom-Reports nur die zuvor festgelegten Kennzahlen und bringen Ordnung ins Datenchaos – ideal für unerfahrene oder unregelmäßige Nutzer.

Custom-Reports sind einzelne Berichte, bestehend aus zuvor festgelegten Dimensionen (beispielsweise Seite) und Messwerten (beispielsweise Seitenaufrufe). Sie müssen nur einmal eingerichtet werden, dann findet man sie dauerhaft unter dem Menüpunkt "Personalisieren". Zusätzlich lassen sie sich als E-Mail zu festgelegten Zeiten versenden, beispielsweise als wöchentliches Reporting.

1. Wie gut performen deine Unterseiten?

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Ein schneller Blick auf die Effizienz deiner Unterseiten ermöglicht dieser Custom-Report. (Screenshot: t3n/ Google Analytics)

Dieser Report kommt von keinem geringeren als Avinash Kaushik, ein absoluter Experte der Webanalyse. Er liefert uns mit seinem "Content Efficiency Analysis Report" eine perfekte Grundlage zur Analyse der Seiteninhalte. Der Report ist inhaltlich in drei Teile gegliedert: Zahlen zur Reichweite der Unterseiten (Einzelne Seitenaufrufe, Seitenaufrufe), zum Verhalten und Engagement der Besucher (Einstiege/Seitenaufrufe, Absprungrate, Durchschn. Besuchszeit) und der Monetarisierung (Seitenwert). In einem zweiten Tab wirft der Report außerdem ein genaues Licht auf die technische Basis der Seite und analysiert unter anderem die Seitenladezeit.

2. Welche sozialen Netzwerke liefern die besten Besucher?

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Welcher Artikel in den sozialen Netzwerken „trendet“, erfahren Sie hier. (Screenshot: t3n / Google Analytics)

Welche sozialen Netzwerke erweisen sich für deine Website als gütige Lieferanten von Besuchern? Und: Welche Inhalte deiner Website werden besonders häufig in welchem Netzwerk geteilt? In vier Tabs beantwortet dieser Report von Rachelle Maisner, Account Manager der Agentur Mirum. Er informiert über die meistgeteilten Inhalte (1), die meistgeteilten Inhalte pro Netzwerk (2), die Besucherqualität pro Besuchsquelle (3) und vergleicht die Abschlüsse der Besucher (4). Indem er Zahlen verschiedener Berichte kombiniert, liefert er somit einen guten Überblick über die sozialen Interaktionen deiner Besucher. Wer ihn importiert, muss im vierten Tab lediglich die richtigen Ziele hinterlegen.

3. Wann erhalten Sie die meisten Besucher?

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Mit diesem Custom-Report erfahren Sie, wann Ihre Seite die meisten Besucher empfängt. (Screenshot: t3n / Google Analytics)

Stimmen Sie Ihre Aktivitäten in den sozialen Netzwerken auf die Aktivität Ihrer Nutzer ab, heißt es häufig. Wann die am aktivsten sind, sagt Ihnen aber niemand. Bis jetzt, denn dieser Custom-Report beantwortet gleich drei gängige Fragen: (1) Zu welcher Tageszeit besuchen die meisten Leute meine Website? (2) Welche Ereignisse werden in welchem Zeitraum erfasst? (3) Und: Welche Seiten werden wann besonders häufig oder selten aufgerufen?

4. Welche PPC-Anzeigen liefern den besten Traffic?

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Wie Sie sehen, sehen Sie nichts – oder zumindest wenig. Was Sie erwartet, wissen Sie jetzt trotzdem. (Screenshot: t3n/ Google Analytics)

Ebenfalls von Rachelle Meissner stammt dieser Report über "PPC Keywords", der sich dementsprechend gut für eine erste Analyse der PPC-Performance eignet. Er liefert einen Überblick über die wichtigsten Keywords, die darüber erkauften Sitzungen und die generierten Umsätze. Wer seine Ereignisse nutzt, um allerlei seitenweit erhobenen Metriken zu erfassen, muss den Bericht nach dem Import anpassen. Alle anderen können direkt in die Analyse eintauchen.

5. Über welche Quellen erwirtschaftest du den meisten Umsatz?

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Welche Quellen den meisten Umsatz erwirtschaften, zeigt dieser benutzerdefinierte Bericht. (Screenshot: t3n/ Google Analytics)

Der Custom-Report "Conversion: E-Commerce" analysiert den Einfluss der Besucherquellen auf die Umsatzzahlen. Websites mit vielen Besuchern aber vergleichsweise wenig Verkäufen (beispielsweise Newsseiten) ziehen daraus wenig Erkenntnisse, über einen Filter auf bestimmte Produkte können Marketer aber zumindest dessen Umsatzquellen ausweisen – und viele unnötige Informationen ausblenden. Umso interessanter ist ein solcher Report hingegen für Shopbetreiber, also alle, bei denen Umsatzzahlen wichtiger sind als Besucherzahlen.

Fazit

Wer die Basics lernt und einige Reports "auf Tasche hat", spart sich jede Menge Zeit. Der schnellere Zugriff auf wichtige Kennzahlen beschleunigt die Analyse und liefert Inspiration für optimierende Maßnahmen. Besonders hilfreich ist außerdem die Abofunktion der Custom-Reports im Tages-, Wochen- oder Monatstakt, die auch unregelmäßige Nutzer von Analytics mit den wichtigsten Kennzahlen versorgt.

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