Security

Gesundheitsmanager nehmen Hackerangriffe auf die leichte Schulter

Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen fürchten für ihr Geschäftsmodell keine Bedrohung so sehr wie Cyberattacken. Viele unternehmen dennoch nichts oder zu wenig gegen sie, wie eine Umfrage zeigt.

03.05.2017
Cyberattacken Gesundheitswesen
(Quelle: PwC)

Im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen legen Manager im Gesundheitswesen zwar mehr Wert auf die Sicherheit ihrer Firmendaten. Sie unternehmen aber vergleichsweise wenig, um sich gegen Hackerangriffe aus dem Internet zu schützen. Das hat die Beratungsfirma PriceWaterhouseCoopers (PwC) in einer Umfrage unter 56 hochrangigen Gesundheitsmanagern aus 27 Ländern herausgefunden. 82 % von ihnen sehen in dem Verlust der Datensicherheit das größte Geschäftsrisiko, und sie gehen das Thema Datenschutz auch häufiger an als der Durchschnitt aller Branchen (63 % gegenüber 53 %). Die Gefahr aus dem Netz unterschätzen die Führungskräfte jedoch: Nur 48 % wappnen sich gegen Cyberattacken.

"Den Schutz sensibler Patientendaten zu gewährleisten, ist für Unternehmen des Pharma- und Gesundheitsbereichs essenziell für die Zukunft", sagt Michael Burkhart, Partner und Leiter des Bereichs Gesundheitswesen & Pharma bei PwC in Frankfurt/Main. Das wird durch ein weiteres Ergebnis der Umfrage bestätigt: 86 % der Healthcare-CEOs gehen davon aus, dass digitale Technologien die Branche innerhalb der kommenden fünf Jahre grundlegend verändern werden.

Dass kritische Infrastrukturen ins Visier von Hackern geraten können, war bereits im Bericht zur IT-Sicherheit in Deutschland 2016 nachzulesen, den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstellt hat. Dort heißt es zum Thema Ransomware: "Neben einer Vielzahl von kleineren Störungen sind dabei insbesondere die Fälle öffentlich bekannt geworden, in denen Krankenhäuser und andere Einrichtungen des Gesundheitswesens betroffen waren." Konkret wird der Fall eines Krankenhauses geschildert, bei dem es zwar keinen Schaden an Leib und Leben gab, der jedoch Kosten von rund einer Million Euro verursachte.

Security Data Loss Prevention (DLP)Digital HealthRecht & Datenschutz RSS Feed abonnieren