Artificial Intelligence

Fußball sei wie Schach, nur ohne Würfel

…das soll Fußballgott Podolski einst gesagt haben, in Wahrheit steckte jedoch ein Komiker dahinter. Und nur ein Komiker kann darauf kommen, beide Spiele miteinander zu vergleichen - fragen Sie mal die Wissenschaftler vom DFKI, die mit ihrem Weltmeisterteam im Roboterfußball zur CeBIT 2017 kommen.

16.03.2017
B-Human RoboCup Weltmeister Fußball

Fußball ist weder Schach, noch Go oder Pokern - bei all diesen Spielen mussten sich bereits die größten Profis einer Maschine geschlagen geben. Aber es ist schwer vorstellbar, dass in absehbarer Zeit ein Roboter-Ronaldo Weltmeister Mats Hummels vernascht. Doch die Wissenschaft hat mit dem Warmlaufen längst begonnen und setzt alles daran, eines Tages eingewechselt zu werden. Wie weit autonom agierende Fußballroboter scheinbar ewig gültige Weisheiten wie "das Runde muss ins Eckige!", "flach spielen, hoch gewinnen!" und "wichtich is auffem Platz!" bereits verinnerlicht haben, demonstriert das Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz mit den NAO-Robotern des Teams B-Human auf der CeBIT 2017.

Sein Können zeigt der amtierende Weltmeister im Roboterfußball auf dem Stand des DFKI in regelmäßigen Abständen: Auf einem drei mal vier Meter großen Feld treten zwei NAO-Spieler - ein Feldspieler und ein Torwart – gegeneinander an, unter anderem auch beim "Elfmeterschießen". An der Seitenlinie werden derweil Fragen zum Team B-Human beantwortet. Zum gemeinsamen Projekt des von Prof. Dr. Rolf Drechsler geleiteten DFKI-Forschungsbereichs Cyber-Physical Systems (CPS) und des Fachbereiches Mathematik und Informatik der Universität Bremen gehört ein Team von zehn NAO-Robotern, 19 Studierenden der Universität Bremen und zwei Betreuern: Dr. Thomas Röfer vom DFKI und Dr. Tim Laue von der Universität Bremen, die die Studierenden anwendungsnah an die Software-Entwicklung heranführen. Da fester Bestandteil des Projekts die jährliche Teilnahme an der RoboCup German Open und der RoboCup-Weltmeisterschaft ist, zeigt sich regelmäßig, ob sich die vielen Stunden vor dem Rechner bezahlt gemacht haben. Dank fünf Weltmeister- und acht Europameistertiteln spricht vieles dafür.

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