Augmented & Virtual Reality

Für eine Handvoll Euro ab in virtuelle Welten

Mit einer 3-D-Brille aus Pappe fing es an. Mittlerweile ist World of VR einer der wenigen Full-Service-Anbieter für Virtual und Augmented Reality.

04.02.2016

Vor gut drei Jahren hat World of VR Gründer Timon Vielhaber das erste Mal selbst eine Virtual-Reality-Brille ausprobiert. Er war sofort begeistert von der Möglichkeit, in virtuelle Welten abzutauchen. Mit rund 300 Euro war eine solche Brille für viele Anwender außerhalb der Gaming-Szene aber leider zu teuer und außerhalb von Entwicklerkreisen nur schwer zu bekommen. Für Vielhaber war dieses Erlebnis eine Initialzündung: Seither treibt ihn die Idee an, den Zugang in die Virtual Reality (VR) zu vereinfachen, damit sie möglichst viele Menschen nutzen können.

VRoggles: Wunderbox aus Pappe

Mit dem Smartphone tragen viele die nötige Technologie bereits in der Hosentasche. Klar wurde das dem Team von World of VR unter anderem durch die ideelle Vorarbeit von der University of Southern California’s FOV2Go und Google‘s Cardboard-Projekt. Schon mit einem simplen Gestell zum Selberbasteln und einer App kann das 360-Grad-Erlebnis für jedermann losgehen. Also hat sich World of VR darauf spezialisiert, günstige VR-Brillen aus Pappe zu produzieren: die VRoggles. Damit gelingt der Einstieg in die virtuelle Realität bereits ab 15 Euro. Nach und nach formierte sich um Timon Vielhaber ein Team, das verschiedene Kompetenzen vereinte. So erweiterte sich das Portfolio des Unternehmens relativ schnell um App-Programmierung und die Produktion von Inhalten wie z.B. 360-Grad-Videos oder Augmented Reality. Heute ist World of VR ein Full-Service-Anbieter, der auch neue Herausforderungen gerne annimmt.

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Der erste Meilenstein

Auf der CeBIT 2015 auf der Plattform SCALE11 2015, dem Ausstellerbereich für Startups, hat das Bonner Unternehmen seine VRoggels das erste Mal öffentlich präsentiert. Für Vielhaber eine der besten und wichtigsten Entscheidungen, die er bisher für sein Startup getroffen hat: "Wir haben tolles Feedback bekommen und Kunden kennengelernt, die direkt mit uns zusammenarbeiten wollten. Seitdem hat das ganze so richtig Fahrt aufgenommen."

Kein Wunder: Virtual Reality ist mittlerweile mehr als nur ein interessantes Tool für die Gaming-Szene. Für Unternehmen eröffnen sich dadurch völlig neue Möglichkeiten, Kompetenzen zu vermitteln, Touren über das Werksgelände zu anzubieten oder Produkte zu vermarkten. Auch im Kulturbereich finden sich interessante Anwendungsgebiete. So lassen sich mit Augmented Reality beispielsweise interaktive Museumstouren umsetzen.

Auch 2016 werden World of VR wieder auf der Gründermesse SCALE11 anzutreffen sein. Vielhaber erwartet vor allem, das Virtual Reality in diesem Jahr noch mehr Aufmerksamkeit bekomme. Er will in Hannover nicht nur Kontakte zu Kunden, Zulieferern und App-Herstellern knüpfen, sondern auch das Thema aus der Gaming-Ecke herausholen und in Deutschland populär machen.

Virtual Reality in der Gesellschaft verankern

Dem Gründer ist es außerdem wichtig, eine anhaltende Nutzung von Virtual und Augmented Reality zu fördern: "Das bedeutet für mich, weg vom einmaligen Ausprobieren mit Wow-Effekt, hin zu einer sinnvollen Nutzung. Momentan ist der Markt stark fragmentiert, die Möglichkeiten unklar. Um eine bessere Übersicht über potenzielle Anwendungen zu geben, könnten in Apps beispielsweise Empfehlungen für andere Apps integriert werden." Auch das ist ein Thema, an dem das Team von World of VR bereits arbeitet.

Eine Sache gibt es, die der Jungunternehmer auch anderen Gründern ans Herz legen möchte: "Wenn die Mitarbeiter an einen Strang ziehen, entstehen immer neue, tolle Ideen. Das sollte man nie vergessen, wenn es beispielsweise darum geht, Kosten einzusparen. Das wichtige an einer Startup-Kultur ist, dass man sich auf unbekanntes Terrain wagt. Dinge tut, die scheitern können. Wer erfolgreich sein will, muss kleine Rückschläge wegstecken, immer flexibel und nah am Kunden bleiben."

Auf der SCALE11 können Interessierte am Stand von World of VR einen Blick durch die Virtual-Reality-Brille werfen.

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