Startups

Förderung für junge Innovatoren

Wer als Jungunternehmer erfolgreich sein will, braucht nicht nur eine innovative Idee. Es bedarf der richtigen Kontakte, genügend Kapital und Ressourcen, um das eigene Startup voranzubringen. Die führende europäische Organisation für junge Innovatoren, das European Young Innovators Forum, unterstützt Gründer und Entrepreneure in allen Bereichen.

16.02.2015
Startups

Der Weg von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Unternehmen kann einem 100-Meter-Sprint gleichen – oder sich als Marathon entpuppen. Für 90 Prozent der Startups ist die Finanzierung in der Seed-Phase eine der größten Hürden. So lautet eines der Ergebnisse des Startup-Barometers 2014 der Wirtschaftsberater von Ernst & Young. 63 Prozent der befragten Startups gaben zudem an, dass der verbesserte Zugang zu Krediten und Förderprogrammen die deutsche Gründer-Szene deutlich stärken würde. Auf europäischer Ebene zielt das KMU-Instrument der EU darauf ab, die bestehende Finanzierungslücke zu schließen.

Das KMU Instrument fördert im Rahmen des 80-Milliarden schweren EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation, "Horizont 2020" , hoch innovative Projekte von Start-ups und KMUs mit Summen zwischen 50.000 und 2,5 Millionen Euro. Die Förderhöhe hängt davon ab, in welcher Phase sich das Unternehmen befindet: In Phase 1 erhält das Unternehmen einen pauschalen Förderbetrag von 50.000 Euro für einen marktnahen Proof-of-Concept, in Phase 2 sind es 500.000 bis 2,5 Millionen Euro für Aktivitäten zur Vorbereitung der Markteinführung.

Für viele Startups sei es schwierig, das EU-Antragsverfahren ohne fremde Unterstützung zu verstehen und Anträge zu erstllen, die den Anforderungen der Gutachter gerecht werden,
meint Kumardev Chatterjee, Präsident und Gründer von EYIF

Für einige junge Unternehmer ist das EU-Antragsverfahren eine völlig neue Welt. Wer beispielsweise einen Förderantrag stellt, muss als erstes genau darauf achten, dass er ein Instrument auswählt, das dem Status und dem Projektvorhaben seines Unternehmens entspricht. Für solche Entscheidungen ist meist professionelle Hilfe erforderlich. Nicht nur fehlendes Kapital, sondern auch fehlende Ansprechpartner und mangelndes Wissen über die genauen Förderkriterien hemmen andernfalls das Vorankommen junger Unternehmer. EYIF setzt sich dafür ein, diesen für die Innovationsentwicklung in Europa dringend erforderlichen Wissenstransfer zwischen EU-Institutionen, Investoren, Entrepreneuren sowie weiteren Akteuren, die im innovativen Ökosystem aktiv sind, weiter voranzutreiben.

Förderung: Mehr Innovationsschmieden für Europa

Insbesondere für Unternehmen in der Gründungsphase ist es schwierig, sich ein breites Netzwerk aus Kontakten und Kapitalgebern aufzubauen. Wichtiges Innovationspotenzial wird dadurch europaweit verschenkt. Programme und Organisationen wie MassChallenge , Portugal Ventures und EYIF wollen dem entgegenwirken: Sie setzen sich dafür ein, EU-weit ein unternehmerisches Ökosystem zu schaffen, in dem Innovationen gefördert werden.

EYIF hat beispielsweise im vergangenen Jahr rund 4.000 Jungunternehmern auf Non-Profit-Basis Zugang zu weltweit führenden Innovationsnetzwerken verschafft. Vor allem techbasierte Startups, etwa in den Bereichen "Big Data" und "Smart Cities", sollen in Mentoren-Programmen unterstützt werden. "Unser Ziel ist, ein unternehmerisch blühendes Europa zu schaffen, das Gründungswilligen einen fruchtbaren Boden für deren Ideen bietet", lautet das s elbsterklärte Ziel von EYIF.

Vom Erfahrungsschatz profitieren

EYIF unterstützt die Startups während des gesamten mehrstufigen Innovationsprozesses: Im ersten Schritt stellt EYIF wichtige Informationen für Startups bereit – online und auch offline, zum Beispiel auf Veranstaltungen von Kooperationspartnern wie Microsoft. Experten geben jungen Unternehmen zudem Tipps zur Strategie und zur Erstfinanzierung.

Michele Cuccovillo hat als Mitgründer des Startups Netberg von der EYIF-Förderung profitiert. Netberg ist eine Online-Plattform, die es jedem Unternehmen ermöglicht, in nur fünf Minuten eine eigene Website zu erstellen – und das kostenlos. "Gerade als Jungunternehmer ist man mit einer Vielzahl an Möglichkeiten konfrontiert", sagt Cuccovillo. "Das ist Fluch und Segen zugleich: Entscheidungsfreiheit ist gut, birgt aber auch die Gefahr, Fehler zu machen. Deshalb ist der Austausch mit erfahrenen Unternehmern unglaublich wichtig – um die eigene Denkweise zu schärfen und auf dem richtigen Pfad weiterzugehen. EYIF stellt eben diese Kontakte her und hat darüber hinaus die Power, die passende mediale Aufmerksamkeit zu generieren."

EYIF setzt sich dafür ein, dass ein Umfeld entsteht, in dem jährlich rund 10.000 neue Startups gegründet werden. 250.000 neue Jobs sollen so entstehen. Lionel de Somer hat mit seinem Unternehmen Assisto bereits zu dieser Zielmarke beigetragen. Die Idee des Startups: Eine App, mit der man Schadensfälle jeder Art (z.B. Auffahrunfälle, Diebstahl) in wenigen Schritten erfasst und an seine Versicherung weiterleitet. Anträge in Papierform und langwierige Telefonate werden überflüssig. Seit 2013 ist die App auf dem Markt. "An der Zusammenarbeit mit EYIF schätze ich vor allem das gemeinsame Ziel", sagt de Somer. "Das Ziel, Unternehmergeist europaweit zu fördern. Wir konnten dank der Unterstützung von EYIF Kontakte zu Entscheidern auf EU-Ebene knüpfen und haben die positive PR für uns genutzt."

Interessierte Startups und junge Innovatoren können sich im neuen Ausstellungsbereich SCALE11 direkt bei EYIF über Fördermöglichkeiten informieren – und vor Ort mit Investoren und anderen Gründern in Kontakt treten. Mehr erfahren

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