Startups

Fast 20 Mal gescheitert und immer wieder aufgestanden

Die Fuckup Nights kommen wieder auf die CEBIT: Einstmals gescheiterte Jungunternehmer zeigen, wie sie durch ihre Fehler doch noch erfolgreich geworden sind.

02.10.2017
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FuckUp Nights der CEBIT 2017

"Ich liebe Anfänge", sagt Fede Casas aus Mexiko. Er hat in die Event-Firma Kin Camp investiert, ist Mitbesitzer von Intangible (INTNGBL) und versuchte sich "an mindestens 20 weiteren Unternehmen, von denen viele gescheitert sind." Casas war ein Gast der FuckUp-Nights der CEBIT 2017. Auch 2018 können Messebesucher dieses Format wieder erleben.

Die Fuckup Nights haben ihren Ursprung in Mexico City: "Seit der ersten FuckUp Night 2012 haben sich die Events auf mehr als 150 Städte in 54 Ländern ausgeweitet – wir sind die global aktivste Bewegung von Schöpfern und Innovatoren", wirbt die Initiative. Letztes Jahr zählte sie weltweit mehr als 200.000 Zuhörer.

Auch bei den FuckUp Nights der CEBIT 2017 galt das Prinzip "Aus den Fehlern anderer lernen": In den Best-Practice-Vorträgen "gescheiterter" Jungunternehmen lernten Startups, welche Fehler sie eben nicht machen sollten.

Ikue Uchida etwa begann ihre Karriere als Management Consultant bei Arthur Andersen, wo sie unter anderem Performance-Measurement-Systeme entwickelte. Als sie "die weltverändernde Kraft von Business" entdeckte, beschloss sie, ihr Consulting-Knowhow für die internationale Entwicklungszusammenarbeit einzusetzen. Nach dem Durchlauf verschiedener Organisationen zog die Japanerin die Agentur Orinus Partners mit auf. Nun hilft sie anderen Startups rund um den Globus auf die Beine, "um sozialen Wandel auszulösen", wie Uchida erklärt.

Der Israeli Yosi Taguri, Investor bei Wondermall Inc. und Mitbegründer von Labgoo, entwickelt seit 25 Jahren Software für verschiedene Technologien und Geräte. Im Alter von 11 begann Taguri mit der Entwicklung von Software – sein erstes Programm verkaufte er mit 14. Danach gründete er eine Reihe mehr oder weniger bekannter Firmen, darunter Yallo, Labgoo, Fiddme, Shidurey und Stealth Mode.

Zipporah Gatiti möchte die Zulieferkette für kenianischen Kaffee revolutionieren. "Taste of Kenya" ist ihr zweites Startup, nachdem sie Informatik in Irland und England studiert hatte. Ihre erste Gründung TestCom Technology verkaufte Software-Managementberatung an Kunden wie Eircom, Coillte und Bank of Ireland.

Zu den deutschen Gründern und Ex-Gründern auf der Rednerliste zählten Anna Gubanova und Gabriel Gelmann, die Organisatoren der FuckUp Nights Hannover. Auch Réginald Bien-Aimé, Initiator und Organisator der FuckUp Nights Switzerland, sowie das spanische "Social Media Animal" Yannick Kwik, der als Global CEO die FuckUp Nights managt, gaben ihre Erfahrungen weiter.

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