Big Data & Business Intelligence

Fachkräfte für Smart Data: 9 Thesen

Eine Studie der Smart-Data-Begleitforschung definiert Kernkompetenzen von IT-Fachkräften im Big-Data-Zeitalter.

17.02.2017
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Der Umsatz mit Big-Data-Lösungen wächst rapide. Bis 2026 soll er laut dem Expertennetzwerk Wikibon von 18 Mrd. (2014) auf über 92 Milliarden US-Dollar ansteigen. Das stellt auch den Arbeitsmarkt vor Herausforderungen: Schon heute werden nach Bitkom-Angaben etwa 50.000 Fachkräfte im IKT-Bereich in Deutschland gesucht. Zudem wandeln sich die Anforderungsprofile stark.

"Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften für Big Data zeigt, dass deutsche Unternehmen datenbasierten Geschäftsmodellen eine große Bedeutung beimessen und sich zunehmend zu data-driven companies entwickeln", sagt Prof. Stefan Jähnichen, Leiter der Begleitforschung zum Technologieprogramm "Smart Data – Innovationen aus Daten" am FZI Forschungszentrum Informatik. "Hierfür werden Data Scientists benötigt, Fachkräfte, die wissen, wie Big Data zu nutzen sind", so Jähnichen.

Mit ihrer neuen Kurzstudie "Fachkräfte für Smart Data: Neun Thesen zum Bedarf heute und morgen" will die Smart-Data-Begleitforschung "einen Beitrag zur Diskussion über die in den Bereichen Big Data und Smart Data erforderlichen Kompetenzen leisten und dabei helfen, ein genaueres Bild von den Anforderungen an die Fachkräfte von morgen zu gewinnen", so Prof. Stefan Jähnichen. Die Kurzstudie entstand in Zusammenarbeit mit dem Hasso-Plattner-Institut, Potsdam.

Das sind die neun Thesen zum Fachkräftebedarf:

1. Logik und Abstraktionsfähigkeit sind mehr gefragt als reines Technologiewissen.
2. Mathematische Kenntnisse werden wichtiger.
3. Branchenwissen wird zur Kernkompetenz für Smart Data.
4. Interdisziplinarität macht aus Big Data Smart Data.
5. Datenschutz-Kenntnisse sind eine Kernkompetenz.
6 Smart Data braucht Datensicherheitskompetenzen.
7. Fort- und Weiterbildungen sind entscheidend zur Entwicklung und Sicherung qualifizierten Personals.
8. Corporate Digital Responsibility (CDR) ist mehr als ein vorübergehender Trend.
9. Besonders Arbeitgeber sind in der Verantwortung.

Auf der CeBIT 2017 stellt sich das Technologieprogramm „Smart Data – Innovationen aus Daten“ in Halle 6 (Stand C40) vor. Mit dem Programm fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aktuell 13 Leuchtturmprojekte, die innovative Dienste und Dienstleistungen entwickeln, vor allem in den Anwendungsbereichen Industrie, Mobilität, Energie und Gesundheit.

Mit dem Programm soll eine breite Nutzung von Smart Data angestoßen werden. Von der einfachen Handhabbarkeit intelligenter Big-Data-Technologien – insbesondere in Bezug auf Datensicherheit und Datenqualität – sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen profitieren. Das BMWi fördert "Smart Data – Innovationen aus Daten" von 2014 bis 2018 mit rund 30 Millionen Euro. Beteiligte Firmen und Organisationen bringen weitere 25 Millionen Euro auf.

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