Augmented & Virtual Reality

Facebook gibt die Produktion von VR-Filmen auf

Völlig überraschend schließt Facebook das "Oculus Story Studio" und verzichtet damit auf die Produktion von Virtual-Reality-Filmen. Das Studio mit seinen rund 50 Mitarbeitern hatte mit preisgekrönten VR-Kurzfilmen weltweit Aufmerksamkeit erregte.

16.05.2017
Oculus-StoryStudio
Facebook gibt die Produktion von VR-Filmen auf (Foto: Oculus)

Die Schließung gab Jason Rubin bekannt, Vice President of Content der Facebook-Tochter Oculus. Das Ende kommt unerwartet, denn das 2014 gegründete Oculus-Story-Studio setzte in den vergangenen Jahren bei VR-Inhalten jenseits des Gaming echte Meilensteine. So gewann Oculus im vergangenen Jahr einen Emmy für seinen Animations-Kurzfilm " Henry ". Zuletzt machte das Studio mit dem VR-Projekt " Quill " von sich reden, das es Nutzern ermöglicht, innerhalb einer virtuellen Welt eigene Inhalte zu schaffen. Quill immerhin soll dem Oculus-Store erhalten bleiben: Nach Informationen des Online-Magazins Techcrunch plant das Unternehmen, die Software als Open-Source-Projekt freizugeben.

Jason Rubin begründet denSchritt mit einer Verlagerung des strategischen Fokus, nämlich weg von der internen Produktion von VR-Inhalten, hin zur Unterstützung externer VR-Entwickler. Schon im letzten Jahr habe das Unternehmen 250 Millionen US-Dollar ausgegeben, um die Produktion von VR-Inhalten rund um den Globus zu fördern, so Rubin

Allerdings hat Facebook auf dem Gebiet der virtuellen Realität bislang auch noch nicht den erhofften Durchbruch erzielt: Die Verkaufszahlen der hauseigenen VR-Brille Oculus Rift hinken den Erwartungen hinterher. Zudem schwelt eine juristische Auseinandersetzung um die Technologie der Brille mit Zenimax Media , der Muttergesellschaft des Computerspielherstellers Bethesda Softworks, die Facebook je nach Ausgang Milliarden kosten könnte.

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