Artificial Intelligence

Experten diskutieren eine Pflichtversicherung für Roboterschäden

Die Entwicklung im Bereich künstlicher Intelligenz erfordert eine Neuregelung von Haftungsfragen und Versicherungsmodellen. Das meinte zumindest die Mehrheit der Sachverständigen vor dem Bundestagsausschuss Digitale Agenda.

29.03.2017
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Die Experten des Fachgesprächs vom 22. März sehen Regelungsbedarf bei der Haftung von Schäden, die durch KI-Systeme verursacht werden.

Die Experten des Fachgesprächs vom 22. März sehen demnach Regelungsbedarf bei der Haftung von Schäden, die durch KI-Systeme verursacht werden. Auch der Datenschutz bereitet ihnen noch Kopfzerbrechen. Gleichzeitig plädierten sie dafür, die Chancen künstlicher Intelligenz zu würdigen und zu fördern. Matthias Spielkamp von AlgorithmWatch und Enno Park von Cyborgs e.V. stellten die Haftungsfrage in den Mittelpunkt ihrer Stellungnahmen. Park beispielsweise hält es für möglich, dass die Schaffung neuer Pflichtversicherungen notwendig werden könnte. Eine Maschine zum Rechtssubjekt zu erklären, ginge jedoch zu weit – fand der Mathematiker Prof. Raúl Rojas von der Freien Universität Berlin: Sie könnten nicht verantwortlich sein.

Die Experten sprachen sich mehrheitlich für eine KI-Regulierung auf europäischer Ebene aus. Diese Aufgabe könnte etwa eine europäische Agentur für Folgenabschätzung für den gesamten IT-Bereich übernehmen, so Rojas. Spielkamp zufolge könnten auch nationale Lösungen sinnvoll sein, wenn sie an internationale Standards gekoppelt werden. In der EU ist man bereits dabei, Robotergesetze zu entwickeln, die neben Haftungsfragen auch ethische Aspekte klären sollen. Im Gespräch ist unter anderem ein Kill-Schalter, mit dem die Maschinen in Notfällen ausgeschaltet werden können.

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