Startups

Es gibt weniger Geld für mehr Senkrechtstarter

Der Gesamtwert der Risikokapitalinvestitionen in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 30 % gesunken. Das klingt negativ, doch in Wirklichkeit lief das Geschäft für Startups gut: Deutlich mehr Jungunternehmen profitierten von frischem Kapital.

10.02.2017
Startup Barometer Deutschland
(Grafik: EY)

Die Beratungsgesellschaft EY hat die deutsche Gründerszene im aktuellen Start-up-Barometer Deutschland unter die Lupe genommen. Obwohl der Gesamtwert der Finanzierungsrunden 2016 von 3,2 auf 2,2 Milliarden Euro zurückgegangen ist, zieht Peter Lennartz, Partner bei EY, eine positive Bilanz: "Die Startup-Szene in Deutschland steht heute auf einer breiteren Basis als je zuvor." Grund für den Rückgang ist allein das Ausbleiben sogenannter Megadeals mit Transaktionen von mehr als 100 Millionen Euro. Insgesamt aber erhielten bundesweit 455 Jungunternehmen Risikokapital; ein Jahr zuvor waren es lediglich 383. Die Zahl der Finanzierungsrunden ist dabei um 17 % von 417 auf 486 gestiegen.

"Die steigende Zahl an Finanzierungsrunden in den führenden deutschen Startup-Regionen zeigt, dass der Startup-Standort Deutschland weiter an Attraktivität gewonnen hat", konstatiert Lennartz. Im Bundesländervergleich liegt Berlin weiter mit deutlichem Abstand an der Spitze. Dort liefen 220 Finanzierungsrunden mit einem Volumen von insgesamt 1,07 Milliarden Euro. Dahinter lagen die Startup-Standorte Bayern (527 Millionen Euro) und Nordrhein-Westfalen (141 Millionen Euro). Den Titel als Europas Startup-Hauptstadt musste Berlin 2016 allerdings abgeben: London, Paris und Stockholm hatten noch mehr Investitionen zu verzeichnen.

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