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Elektroautos bezahlbar machen

CeBIT Sondershow Digitalisierung live am Beispiel des Elektroauto-Start-up e.GO in Halle 5.Das European 4.0 Transformation Center des RWTH Aachen Campus mit seinen Technologiepartnern PTC, PSI, exceet, justSelling sowie e.GO veranschaulichen die digitale Wertschöpfungskette am Beispiel des Elektroautos e.GO Life.

10.02.2017
Quelle: e.GO
Quelle: e.GO

Wer Elektroauto hört, denkt spontan an attraktive Oberklassemodelle, aber auch an Mittelklassewagen, die trotz hoher Unterstützungszahlungen keine große Nachfrage erreichen, solange sie deutlich teurer sind als ihre konventionellen Geschwister.

Forscher arbeiten daher weltweit an alternativen Konzepten. Etwa in Aachen. e.GO ist ein Elektrofahrzeug-Spinoff aus der RWTH Aachen University, das seine Prozesse von Anfang an digitalisiert. Das Praxisbeispiel steht im Mittelpunkt der CeBIT-Sonderausstellung Digitalisierung live in Halle 5.

Disruption = Wegdefinierte Eintrittsbarrieren

Muss ein wirtschaftlich sinnvolles Elektroauto universell einsetzbar sein? Soll es ebenso gebaut werden wie die heutigen PKW-Formate? Mit Anlaufkosten im hohen drei- bis vierstelligen Millionenbereich? Und fünf bis sechs Jahren Vorlaufzeit bis zur Serie?

Die Antwort aus Aachen lautet jeweils: Nein. Schon die 2010 gestartete und 2014 von der Deutsche Post DHL Group übernommene Aachener StreetScooter GmbH ging ihren eigenen Weg, der zu einsatzspezifischen elektrischen Zustellfahrzeugen führte.

Die im Frühjahr 2015 gegründete e.GO Mobile AG setzt diesen Weg für bezahlbare Elektromobilität fort: Das Einstiegsmodell e.GO Life soll 15.900 Euro kosten (die Kaufprämie für Elektroautos nicht eingerechnet) und jede Menge Fahrspaß und Praktikabilität im Nahbereich bieten.

Wie das genau erreicht werden kann, erleben Besucher der CeBIT in der Halle 5. Dort stehen Produkt, Produktion und Prozesse von e. GO im Mittelpunkt der Sonderausstellung Digitalisierung live.

Wie lassen sich so vergleichsweise niedrige Preise bei kleinen Stückzahlen erreichen? Um dabei wirtschaftlich zu sein, setzen die Aachener Gründer um Professor Günther Schuh, CEO der e.GO Mobile AG, auf eine unkonventionelle Produkt- und damit Produktionsarchitektur.

Die Organisation des Startups folgt der Vorgabe eines digital nativen, agilen Unternehmens, das eng mit Partnern kooperiert.

Agilität beginnt in der Produktentwicklung

Wenn die Aachener zu ihren Entwicklungs-Sprints ansetzen, bedienen sie sich bewusst der aus der Software-Branche bekannten iterativen Vorgehensweise, um den Reifegradanstieg für die e.GO-Elektroautos in kurzer Zeit zu maximieren. Die Wechselwirkung von digital erstellten Anforderungen, Konstruktionen und Validierungen mit dem physischen (Teil-)Prototypenbau treibt diese Dynamik.

Im Vergleich zur üblichen Fahrzeugentwicklung strebt man doppelte Geschwindigkeit bei einem Zehntel des Entwicklungsbudgets an.

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