Digitale Transformation

Eine Robotersteuer soll neue Jobs finanzieren

Die Automatisierung lässt viele Menschen um ihre Jobs bangen. Wenn eine Maschine die Arbeit eines Menschen übernimmt, dann sollte sie auch seine Steuern zahlen – sagt Microsoft-Gründer Bill Gates.

01.03.2017
Robotersteuer Bill Gates Industrie 4.0
(Quelle: quartz.com)

In einem Interview mit dem Online-Magazin quartz.com spricht sich Gates für eine Robotersteuer aus. Konkret sollten Regierungen seiner Meinung nach Unternehmen besteuern, die Roboter einsetzen: Damit könne die Geschwindigkeit der Automation zumindest temporär gedrosselt werden. Die gewonnene Zeit könnte man dazu nutzen, für betroffene Arbeitnehmer andere Arten der Beschäftigung zu finden und zu finanzieren. Als Beispiele nannte Gates Jobs, in denen Geld und Bewerber in der Regel knapp sind: etwa die Altenpflege oder die Arbeit mit Kindern in Schulen. Menschen seien für diese Tätigkeiten prädestiniert. Anstatt sich auf den guten Willen der Unternehmen zu verlassen, sollte die Politik entsprechende Programme einführen, um neue Jobs in diesen Bereichen zu schaffen und Menschen mit niedrigerem Einkommen zu helfen.

Vorerst wird es eine solche Steuer in der EU aber wohl nicht geben. Das Europäische Parlament verabschiedete im Februar zwar eine Entschließung für zivilrechtliche Regelungen im Bereich der Robotik, sprach sich jedoch gegen eine Robotersteuer aus.

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