Virtual Reality

Eine Datenbrille dreht die Zeit 400 Jahre zurück

VR-Anwendungen sind meist auf die Zukunft gerichtet, in der sie neue Möglichkeiten des Arbeitens und Erlebens eröffnen sollen. Es aber auch rückwärts: Historische Stätten können so "wiederbelebt" und für die Nachwelt erhalten werden.

06.02.2017
New Palmyra vr-projekt
Die antike Oasenstadt Palmyra kann man schon aufbauen. Geht das bald auch mit dem mittelalterlichen Bad Segeberg? (Foto: #Newpalmyra)

Seit Oktober 2016 ist ein Mitarbeiter der HafenCity Universität Hamburg (HCU) damit beschäftigt, Bad Segeberg im Jahr 1600 nach Plänen des Stadtmuseums als virtuelles Modell zu rekonstruieren. Zu seinen Quellen zählen unter anderem alte Stiche und andere zeitgenössische Darstellungen. Wo keine Vorlagen vorhanden sind, werden Schätzungen anhand ähnlicher Bauwerke in anderen Städten genutzt. Die HCU und das Museum kooperieren bereits seit fünf Jahren. Durch das Projekt soll es künftig möglich sein, mit einer VR-Brille und Controllern in den Händen durch Bad Segeberg im Mittelalter zu laufen – im Maßstab 1:1.

Nicht nur, dass mit Virtual Reality das Interesse an Geschichte geweckt oder verstärkt wird – die Technik kann auch dabei helfen, kulturell wertvolle, aber verloren gegangene Werke und Bauten für spätere Generationen zu bewahren. So hat sich beispielsweise eine Online-Community gebildet, die sich für den virtuellen Wiederaufbau der antiken Oasenstadt Palmyra in Syrien engagiert.

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