E-Government

Ein Gesandter des Königreichs Dänemark kommt an den Hof von Facebook

Sieht so die Zukunft internationaler Politik aus? Dänemark will als erstes Land der Welt einen Digitalbotschafter ernennen, der die Beziehungen zu großen multinationalen Tech-Konzernen wie Apple, Facebook und Google pflegt.

07.02.2017
König Statue Dänemark Botschafter
Statue des ehemaligen dänischen Königs Christian X. (Foto: Shutterstock)

Die Idee ist gar nicht so abwegig. Längst können die großen Internet-Firmen es mit vielen Ländern aufnehmen, sowohl in puncto wirtschaftlicher Stärke als auch in ihrem Einfluss auf Politik und Lebenswirklichkeit. "Die Unternehmen sind eine Art neue Nation geworden", zitiert die dänische Zeitung politiken.dk Außenminister Anders Samuelsen. Der neue Posten sei ein diplomatischer Durchbruch, der die Machtverschiebung zwischen Staaten und privaten Großkonzernen widerspiegelt. Der Digitalbotschafter soll zunächst keine Mitarbeiter zur Seite gestellt bekommen, aber in Kontakt mit dem Außenministerium stehen. Ziel ist es unter anderem, Dänemark noch attraktiver für Investoren zu machen.

Erst wenige Tage zuvor war bekannt geworden, dass Facebook mehr als 100 Millionen US-Dollar in ein Data Center im dänischen Odense investieren will. Deutschland hat zwar mit Prof. Dr. Gesche Joost schon seit Juli 2014 eine Digitale Botschafterin, doch ist ihre Aufgabe und die ihrer Amtskollegen eine andere: Sie sollen eine Verbindung zwischen der europäischen digitalen Agenda und den jeweiligen Mitgliedsstaaten herstellen.

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