Automotive & Mobility

Ein Crash entscheidet das erste Roborace

Im Motorsport können autonome Rennwagen beweisen, wie schnell sie reagieren und wie gut sie vorausschauen. In einer Kurve hat sich die künstliche Intelligenz wohl überschätzt.

08.03.2017
Roborace Robocars
Die autonomen Systeme "Robocars" können auch von Meenschen gesteuert werden. (Foto: Roborace)

In einer neuen Rennserie namens Roborace , ins Leben gerufen von der britischen Investment-Firma Kinetik , sollen in diesem Jahr erstmals autonome, elektrisch angetriebene Autos gegeneinander antreten. Beim Test mit zwei Prototypen in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gab es jedoch bereits vor der Ziellinie einen klaren Sieger, da eines der beiden Fahrzeuge nach einem Unfall ausschied. Offenbar hatte die künstliche Intelligenz am Steuer eine Kurve zu schnell angefahren . Aber auch das zweite Fahrzeug war flott unterwegs, zwischendurch wurde eine Spitzengeschwindigkeit von 185 km/h gemessen.

Die verwendeten Wagen mit der Bezeichnung DevBot bilden eine Art Zwischenprodukt. Sie besitzen eine Fahrerkabine und könnten auch von einem Menschen gesteuert werden. Ziel ist jedoch die Entwicklung eines komplett autonomen Systems namens Robocar. Alle DevBot-Modelle basieren auf der gleichen Hardware und einer vorinstallierten Basissoftware, welche die konkurrierenden Teams anpassen sollen. Als Ausgangspunkt dient die offene Plattform Nvidia Drive PX 2 . Die DevBots sind vorne und hinten sowie an den Seiten mit Radar und laserbasierten LiDAR-Systemen für die Abstands- und Geschwindigkeitsmessung ausgestattet. Hinzu kommen zwei Frontkameras sowie eine 360-Grad-Kamera, die etwas erhöht auf einem kleinen Turm im hinteren Bereich des Fahrzeugs sitzt.

Nachdem die Kinderkrankheiten behoben sind, sollen bei der Roborace-Serie analog zur Formel E zehn Teams mit jeweils zwei Fahrzeugen antreten. Die Rennen sollen jeweils vor den Formel-E-Wettbewerben auf den gleichen Kursen laufen und jeweils eine Stunde dauern. Der nächste Test könnte am 1. April in Mexico City stattfinden.

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