Digital Office - ECM/Input/Output

ECM und Social Media...

... sind keine Gegensätze mehr – sie ergänzen sich: Business Collaboration Tools werten die Software auf. Inhalte aus sozialen Netzwerken werden systematisch erschlossen und archiviert.

08.12.2015
ECM Social

Machen soziale Medien ECM überflüssig? Lange galt dies als wahrscheinliches Szenario. Ein Blick auf die Zahlen schien den Trend zu bestätigen: Während bis vor kurzem drei Viertel der Unternehmen soziale Medien nutzte, setzte kaum ein Drittel der Unternehmen Enterprise Content-Management-Software ein.

Doch die Gegensätze ziehen sich an, wie ein Blick in den "ECM Trend-Check 2015" des Bitkom zeigt. Inspiriert von Twitter, Instagram oder LinkedIn, haben ECM-Anbieter neue Funktionen in ihre Software integriert. Dabei steht das gemeinsame Erarbeiten von Dokumenten im Vordergrund, wobei dafür gesorgt wird, dass immer an den aktuellen Inhalten gearbeitet wird. Außerdem hilft ECM bei der zielsicheren Verteilung der Information und der revionssicheren Archivierung von Social-Media-Inhalten.

"ECM und Social Media sind unter dem Schlagwort Business Collaboration, Unified Communication, Social Enterprise oder Ähnlichem sehr stark verbunden", stellt der ECM Trend-Check fest. Der Bitkom versteht darunter „einen Wandel der unternehmensinternen Kommunikation von einem Command&Follow hin zu einer transparenten, interaktiven und offenen Zusammenarbeit“. Dabei werden Informationen – Texte, Bilder, Videos etc. – entlang von Geschäftsprozessen in und zwischen Unternehmen über Social-Media- bzw. Web2.0-Technologien in einem Partnernetzwerk ausgetauscht.

Business Collaboration

"Business Collaboration verknüpft ECM mit Social Media. Die Plattformen schaffen eine transparente, interaktive und offene Zusammenarbeit im Unternehmen", erklärt Bernhard Zöller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom. Neue Berührungspunkte zwischen ECM und SocialMedia sieht der Bitkom auch im Crowd Sourcing, wobei die Erfassung nicht mehr einem Dienstleister überlassen, sondern über das Internet von einer Vielzahl an Menschen bearbeitet wird.

Auch einzelne mittelständische Unternehmen profitieren laut Bitkom schon von der neuen, unternehmensinternen Kommunikation mit Social Media – vor allem Familienunternehmen, in denen die Generation übernimmt, die mit Facebook und Twitter aufgewachsen ist. Die wachsende E-Mail-Flut werde den Trend verstärken. Der Bitkom geht davon aus, "dass der Wandel an sich aufgrund der höheren Agilität und geringeren Komplexität beim Mittelständler schneller vonstattengeht als im Großunternehmen". Der Zeitpunkt bis zur Wandelwelle im Mittelstand liege dennoch "in der langfristigen Zukunft": Zum einen habe die Mehrzahl der mittelständischen Unternehmen "einen geringeren Reifegrad bei Software mit Social-Komponenten als Großunternehmen", sodass hier erst noch das Verständnis für die Vorteile wachsen müsse. Zum anderen werde es noch einige Jahre dauern, bis Social-affine Entscheider die relevanten Positionen besetzen.

Enterprise Content Management

"Enterprise Content Management ist eine Schlüsseldisziplin für die Digitalisierung", sagt Werner Lütkemeier, Marketingleiter der d.velop AG. Die westfälische Softwareschmiede versucht mit ihrer Social-ECM-Strategie, "die zentrale Informationsdrehscheibe für zeitgemäße Fachverfahren und Informationsprozesse bereitzustellen". Laut Lütkemeier ergänzt Social ECM "die Vorteile eines klassischen On-premise-ECM-Systems um kollaborative Elemente und die Arbeit in Teams und Projektgruppen". Auf der CeBIT 2016 tritt d.velop im Bereich " ECM, Input/Output Solutions " der Halle 3 auf. Ingesamt rund 250 Unternehmen geben hier Antworten die Herausforderung durch Social Media und andere Trends wie Big Data oder Cloud.

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