Startups

Drei Business-Booster, die Dir nur eine Messe bietet

Klar, wer als Gründer auf eine Startup-Messe geht, der sucht nach neuen Investoren, Geschäftspartnern und Kunden. Zurecht! Aber ein Messeauftritt bringt ambitionierten Machern noch weit mehr als konkret messbare Vorteile. Die Aussteller der SCALE11 haben es erlebt.

06.04.2016
Gründerszene Best of CeBIT 2016

Mehr als 300 kleine Unternehmen präsentierten sich in diesem Jahr im Rahmen der SCALE11 in der CeBIT-Halle 11. Auf Europas führender Plattform für Startups haben sie Kontakte zu Akzeleratoren und Business Angels geknüpft und Partnerschaften mit Konzernen geschlossen. Viele Gründer erzählten aber auch, dass ihre schönsten Messeerlebnisse immaterieller Natur waren.

Booster #1: Bestätigung, wie sie Dir das Web nie geben könnte.

Philipp Zeitschel, Robert Großmayer und Philipp Ruppert sind beste Freunde – mit dem gleichen Traum. Mit ihrem Startup Lion Keen entwickelten die drei eine Art IT-Baukasten für Unternehmen. Die können sich mit der Software ihre eigene Branchenlösung "zusammenklicken". Doch der Weg zur Gründung war schwierig, vor allem die Finanzierung. Es galt, bürokratische Klippen zu überfliegen und für die eigene Idee zu kämpfen. Für die Freundschaft manchmal eine Zerreißprobe, die auch mal am eigenen Produkt zweifeln ließ.

"Die Bestätigung kommt, wenn hier auf der SCALE11 so große IT-Unternehmen wie Salesforce bei uns vorbeischauen und von unserem Produkt begeistert sind", sagt Philipp Ruppert. "Dann wissen wir: Wir sind auf dem richtigen Weg." Und manchmal ist dieses Wissen wichtiger als alles andere.

Booster #2: Ideen, auf die Du sonst nie gekommen wärst.

Die Digitalisierung ist in jedem Bereich von Wirtschaft und Gesellschaft angekommen. Entsprechend vielfältig sind die Produkte der Startups, die sich in den Messehallen der CeBIT vorstellen. Und wenn hunderte inspirierte Junggründer in einer großen Halle aufeinander treffen, sprühen die Funken: Da diskutiert der Softwareentwickler mit dem " grünen Cloud-Hoster ". Da entwickeln ambitionierte Stadtmobil-Konstrukteure neue Pläne mit Interface-Designern.

Frische Ideen gewinnen heißt aber auch, das eigene Geschäftsmodell einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ist mein Business Case wirklich so stark? Mein Zielmarkt so, wie ich ihn mir vorgestellt habe? Formate wie der Founders Fight Club helfen Gründern dabei, die Stärken und Schwächen ihrer Idee auszuloten. Hierbei pitcht der Gründer nicht vor einer Investorenriege, die sich über ihre Auswahlkriterien ausschweigt. Stattdessen treten Startups in Wortduellen gegeneinander an, verteidigen ihr eigenes Geschäftsmodell und versuchen, die Lücken des "Gegners" zu finden. So entstehen wertvolle Anregungen.

Booster #3: Aufmerksamkeit, wie sie keine Google Ad schafft.

Auch innovative Geschäftsideen müssen sich in der Regel gegen viele Wettbewerber behaupten. Da ist es Gold wert, wenn man den eigenen Namen bei der Zielgruppe ins Spiel bringen und in den Köpfen verankern kann.

Das Startup Animus Home beispielsweise ist in einem Bereich "zu Hause" (im wahrsten Sinne), der in den nächsten Jahren richtig boomen dürfte: Smart Home. Die Idee kam dem Schweden Fidan Bytyqi und seinen Mitgründern bei einem Umzug: Die Kartons waren ausgepackt, die Smart Devices eingestöpselt – und nichts funktionierte. Also entwickelte das Team das Steuergerät Animus Heart, das intelligente Geräte völlig unterschiedlicher Anbieter miteinander kommunizieren lässt. Über eine Reihe von Apps können Anwender präzise festlegen, wie genau das funktioniert: So kann die vernetzte Glühbirne etwa immer dann aufleuchten, wenn ein Einbrecher vor der Tür steht. Oder sie schafft unterschiedlichste Lichtstimmungen für immersiveres Heimkino und Gaming.

Von Grund auf ist Animus Home ein Startup, das Partner braucht – darunter auch Entwickler, die eigene Apps konzipieren und programmieren. Auf einer Messe wie der SCALE11 erhält ein solches Startup genau dafür die passende Bühne. Hersteller von Smart Devices sind hier ebenso vor Ort wie IT-Profis und andere Gadgetfans. Das kurbelt das Wachstum der eigenen Community an und dürfte gehörig motivieren, nach der Messe wieder richtig viel Energie in das eigene Produkt zu stecken.

Interessierte können schon jetzt eine unverbindliche Beratung zur Teilnahme an der SCALE11 2017 anfordern.

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