Drones

DJI übernimmt die Mehrheit an Hasselblad

Kameratechnik der Spitzenklasse ist offenbar entscheidend für den Markterfolg von Unmanned Areal Vehicles. Der verstärkte Einstieg bei der schwedischen Traditionsmarke dürfte den DJI-Drohnen noch mehr Auftrieb geben.

23.01.2017
DJI Hasselblad
DJI übernimmt die Mehrheit an Hasselblad (Foto: DJI)

Der chinesische Drohnenproduzent DJI soll eine Mehrheitsbeteiligung am traditionsreichen schwedischen Kamerahersteller Hasselblad übernommen haben. Das meldet The Luminous Landscape unter Berufung auf Insider aus dem Umfeld der Unternehmen. Bereits im November 2015 hatte DJI Minderheitsanteile an Hasselblad erworben. Die Unternehmen hatten seinerzeit eine Partnerschaft zur Entwicklung von Highend-Kameradrohnen bekannt gegeben.

Hasselblad hat seinen Ruf als Hersteller außerordentlich leistungsstarker – aber auch teurer – Kameras bereits in den 1960er Jahren begonnen. Damals entschied sich die NASA für Hasselblad-Kameras. So stammen etwa die berühmten Aufnahmen der Mondoberfläche, die bei den Apollo-Missionen entstanden, von Apparaten dieses Herstellers. Jetzt scheint der Kameraproduzent seine X1D nur mit finanzieller Unterstützung liefern zu können. Wie die künftige Zusammenarbeit zwischen DJI und Hasselblad konkret aussehen wird, ist nicht bekannt – Details waren bislang von keinem der beiden Unternehmen zu erfahren. Entsprechend groß ist derzeit die Aufregung in der Fotografen-Fangemeinde, die unter anderem Vergleiche mit Volvo zieht: Die Pkw-Sparte des schwedischen Traditionsunternehmens war 2009 vom chinesischen Hersteller Geely übernommen worden.

Unmanned Systems & Drones RSS Feed abonnieren