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Dieser Chef macht seine Mitarbeiter zu Millionären

Einst kam er als kurdischer Einwanderer nach New York. Mit griechischem Joghurt wurde Hamdi Ulukaya zum Milliardär. Nun teilt er seinen Reichtum mit seinen Mitarbeitern und verschenkt einen Teil seines Unternehmens.

17.05.2016 Jörn Brien
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Chobani-Chef Hamdi Ulukaya verschenkt Aktien an seine Mitarbeiter. (Bild: Twitter/Ulukaya)

Hamdi Ulukaya ist in einem kurdischen Dorf aufgewachsen, hat in Ankara studiert und kam vor gut 20 Jahren nach New York, wo er mit Chobani ein äußerst erfolgreiches Unternehmen für griechischen Joghurt gründete. Der Erfolg von Chobani machte ihn zum Milliardär. Jetzt will der Unternehmer seinen Mitarbeitern etwas zurückgeben. Zehn Prozent der Aktien des Unternehmens werden an die 2.000 Angestellten verschenkt.

"Das ist einer der tollsten Momente in meinem Leben", twitterte Ulukaya zu Beginn der Aktion. In einem Umschlag überreichte er jedem Mitarbeiter eine Information darüber, wie viele Aktien er oder sie gerade bekommen hat. Im Schnitt bekommt jeder Angestellte Aktien im Wert von rund 150.000 US-Dollar. Je länger ein Mitarbeiter im Unternehmen ist, desto mehr Aktien befinden sich in seinem Paket. Einige von ihnen dürften also zu Millionären geworden sein.

Schon zuvor hatte Ulukaya sein großes Herz gezeigt, indem er die Hälfte seines auf rund 1,8 Milliarden US-Dollar bezifferten Vermögens in eine Stiftung gesteckt hat, die Flüchtlingen zu Arbeitsplätzen verhelfen will. Bei Chobani sind 30 Prozent der Belegschaft Zuwanderer.

Gründe für das Aktiengeschenk an die Mitarbeiter

Als Grund für seine Freigebigkeit gibt Ulukaya gegenüber der New York Times an , dass er etwas geschaffen habe, was er nie zu erreichen geglaubt habe. Das alles sei natürlich nicht ohne seine Angestellten möglich gewesen. Einen Anteil an der Firma auszuzahlen, sei besser als Boni zu verteilen, meint Ulukaya.

Allerdings könnte auch etwas anderes, weniger Herzerwärmendes hinter der Aktion stecken. Denn durch das Aktiengeschenk an die Mitarbeiter hat Ulukaya den Anspruch der Investmentfirma TPG Capital verkleinert, die 20 Prozent der Aktien des Unternehmens kaufen will. Ein Kredit in der Höhe von 750 Millionen US-Dollar, den TGP dem Unternehmen bereitgestellt hatte, beinhaltete auch eine Kaufoption über 20 Prozent der Anteile von Ulukaya. Jetzt ist dieser Anspruch von 20 von 100 auf 20 von 90 Prozent gesunken.

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