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Diese sieben Tipps halten Ihre Konzentration hoch

Wir lenken uns äußerst gerne von unserer Arbeit ab. Doch wie können wir das ändern? Wir haben Tipps für eine bessere Konzentration.

28.06.2016 Lisa Hegemann
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Viele Geräte auf einmal zu verwenden, ist keine gute Idee. (Foto: © katie_martynova - Fotolia.com)

Sieben Tipps, die dir bei der Konzentration helfen

Sie wollen eigentlich gerade mit einem wichtigen Projekt anfangen, da kommt der Kollege herein, weil er eine kurze Frage hat. Als er geht, sehen Sie auf Slack ein witziges Gif, zu dem Sie noch schnell etwas schreiben. Dann klingelt das Telefon und in der Sekunde, in der Sie auflegen, kommt der Chef herein und weist Ihnen eine dringende Aufgabe zu, die Sie dazwischen schieben müssen – und schon ist es nachmittags und Sie haben das eigentliche Ziel für heute nicht geschafft. Kommt Ihnen bekannt vor? Dann sind Sie in diesem Text genau richtig. Wir haben sieben Tipps gesammelt, die dabei helfen, sich auf das Wesentliche zu fokussieren.

Tipp eins: Zeitzonen für bestimmte Tasks einrichten.

Überlegen Sie sich genau, was Sie heute erledigen wollen und erstellen Sie einen Zeitplan für den Tag. Wichtig: Es sollte keine reine To-do-Liste sein. Strukturieren Sie die Zeit genau und weisen Sie jedem Projekt einen Zeitraum sowie seine Priorität zu (siehe auch Punkt zwei). Auch für Tätigkeiten wie E-Mails beantworten sollten Sie sich konkrete Zeiten eintragen. Das verhindert, dass Sie ständig hier und da mal eine Mail beantworten. Dafür kann man beispielsweise drei Zeiträume am Tag wählen: morgens, nach dem Mittagessen und bevor Sie nach Hause gehen. Ähnlich sollten Sie es auch mit sozialen Netzwerken machen.

Natürlich lässt sich diese Regel nicht auf jeden Beruf übertragen. Wenn etwas besonders dringend ist, dann kann es manchmal nicht bis mittags warten. Trotzdem werden die Zeitzonen insgesamt helfen, sich besser auf eine Tätigkeit zu konzentrieren und ein Gefühl dafür zu bekommen, was über den Tag zu schaffen ist. Netter Nebeneffekt: Wenn sie auf To-do-Listen stehen, können Sie die einzelnen Zonen abhaken, wenn Sie fertig sind.

Tipp zwei: Mit dem Wichtigsten anfangen.

Schnell noch die Mail schreiben? Vergessen Sie es. Kleine Aufgaben fressen sehr viel mehr Zeit, als wir meistens annehmen. Denn bei der einen Mail bleibt es oft nicht. Wenn Sie morgens ins Büro kommen, sollten Sie sich deshalb sofort an das setzen, was heute ganz oben auf der Agenda steht. Keine Ausreden.

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Musik während der Arbeit zu hören, kann dich ablenken. (Foto: OKF DE / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Tipp drei: Beim Thema bleiben.

Die große Kunst der Konzentration: sich nur einem Projekt zu widmen. Damit wir uns nicht ständig von Whatsapp-Nachrichten, Slack-Pop-ups und E-Mails ablenken lassen, haben Experten eine Technik entwickelt, die uns bei der Fokussierung helfen soll: die Pomodoro-Methode. Statt sich drei Stunden auf nur eine Sache zu konzentrieren, setzt diese Technik auf Intervalle: Sie stellen einen Timer auf 25 Minuten. In diesen 25 Minuten arbeiten Sie nur an einem Projekt. Keine Mails, kein Facebook, kein Slack. Wenn der Wecker klingelt, gönnen Sie sich fünf Minuten Pause, strecken vielleicht kurz die Beine oder unterhalten sich mit einem Kollegen. Dann geht es wieder 25 Minuten an das Projekt.

Was das bringen soll? Durch diese kurzen Intervalle tricksen Sie Ihr Gehirn quasi aus: Es hat das Gefühl, nur kurz an etwas arbeiten zu müssen. Gleichzeitig trainieren Sie es darauf, sich nicht ständig ablenken zu lassen. Was dabei hilft: Stellen Sie die Pop-up-Funktion von Mails und Chatprogrammen ab. In 25 Minuten passiert in den seltensten Fällen etwas, das so wichtig ist, dass Sie sich sofort darum kümmern müssen.

Tipp vier: Machen Sie das Smartphone aus. Und die Musik.

Um es kurz zu machen: Multitasking ist schlecht. So machen wir beispielsweise mehr Fehler, wenn wir uns ständig unterbrechen lassen. Das legt zumindest eine Studie der University of Michigan nahe. Die Wissenschaftler ließen zwei Testgruppen an derselben Aufgabe arbeiten. Die eine Testgruppe wurde dabei nicht gestört, die andere durch eine dreisekündige Information. Das Ergebnis: Die Probanden aus der zweiten Gruppe schnitten deutlich schlechter ab und wiesen in ihren Aufgaben doppelt so viele Fehler auf wie die erste. Die Studienmacher schlossen daraus, dass schon kleine Unterbrechungen uns durcheinander bringen können, wenn wir gerade an einer Aufgabe herumdenken. Deswegen sollten Sie jegliche Ablenkung vermeiden und das Smartphone auf stumm stellen.

Es sind aber nicht nur die Vibrationen und Töne unseres Handys, die uns von der Arbeit ablenken können. Auch bestimmte Formen von Musik fördern unsere Konzentration nicht gerade. "Sprache, Musik mit Gesang, aber auch bestimmte Arten von instrumentaler Musik hindern uns, Informationen im Kurzzeitgedächtnis zu behalten", wie die Psychologin Maria Klatte einmal in einem Interview erklärte. Gerade wer sich etwas merken will, sollte Geräusche demnach vermeiden. Also: Ton aus. Wer mit der Musik gegen seine lauten Kollegen ankämpfen will, sollte stattdessen geräuschdämpfende Kopfhörer aufsetzen.

Tipp fünf: Schreiben Sie Ihre letzten Gedanken auf, wenn Sie unterbrochen werden.

Trotz allen guten Tipps lässt es sich manchmal nicht vermeiden, dass der Kollege ins Büro stürmt und den Gedankengang unterbricht. Auch dafür gibt es einen Trick: Notieren Sie den Gedanken, an dem Sie gerade gearbeitet haben. Das ist wichtig, damit Sie nach der Unterbrechung schnell wieder zurück in das Projekt finden. Zu einem der größten Zeitfresser zählt es nämlich, sich wieder in den Gedanken hineinzuversetzen, nachdem man kurz abgelenkt war.

Tipp sechs: Mit den Kollegen reden. Spazieren gehen. Pausen machen.

Es gibt zwei Arten von Ablenkungen: negative und positive. Unter negativer Ablenkung versteht man beispielsweise den Drang, jede Mail sofort zu beantworten oder im Netz zu surfen, weil man mit einem Projekt nicht anfangen will. Wir können uns aber auch sinnvoll ablenken – durch kleine Pausen. Denn: Wenn das Gehirn zu lange auf eine Sache konzentriert ist, kann es Müdigkeitserscheinungen zeigen.

Was dann hilft: Kurz vor die Tür gehen oder kurz spazieren gehen. Hauptsache, Sie befassen sich mit etwas anderem. Wenn Sie sich an einem Punkt festgebissen haben und nicht weiterkommen, kann es auch helfen, das Problem mit einem Kollegen zu besprechen: Dadurch bekommen Sie neuen Input und im besten Fall eine neue Blickweise auf den sprichwörtlichen Knoten im Kopf.

Tipp sieben: Deadlines setzen.

Arbeiten Sie über Monate an einem Projekt, kann es schwierig sein, den Überblick zu behalten. Deswegen sollten Sie Zwischenziele formulieren und dafür Deadlines festlegen. Diese Zwischenziele sollten Sie einmal grob formulieren und einmal ganz detailliert Schritt für Schritt festhalten. Dadurch erhält man einen besseren Überblick, wie lange man tatsächlich für das Projekt benötigt und kann auch die Zeit besser einteilen.

Bei Deadlines – auch für Projekte, die sich schnell erledigen lassen – sollten Sie sich zudem immer einen Zeitpuffer einräumen. Nicht immer klappt alles so wie geplant. In gewissem Maß lässt sich das aber einkalkulieren.

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