Digitale Transformation

Die Werbung für Luxusmarken verlagert sich ins Internet

Nach Hochrechnungen wird 2017 erstmals mehr für Internet- als für TV-Werbung ausgegeben. Selbst die bislang eher konservativen Edelmarken setzen demnächst auf Online-Kampagnen.

25.04.2017
Dirk Lux
Dirk Lux, CEO bei Zenith (Foto: Zenith)

Noch im letzten Jahr stand für Luxusmarken die Printwerbung im Vordergrund: 32,7 % aller Werbeausgaben für Uhren, Schmuck und ähnlich Hochwertiges entfielen auf Zeitungen und Zeitschriften. Doch schon 2018 dürfte das Luxussegment dem allgemeinen Trend folgen und das Internet zu seinem größten Werbemedium machen. Zu diesem Schluss kommt die Düsseldorfer Mediaagentur Zenith . Sie zählt zu den Luxusgütern allerdings auch erschwingliche Produkte wie Kosmetik und Parfüms, die das Wachstum stark befeuern: Allein auf sie entfallen 74 % der Werbeausgaben für Luxusartikel im Internet.

Am stärksten legen im Bereich der Internetwerbung derzeit Kampagnen in den sozialen Medien zu. Zu den großen Trends der Internetwerbung zählt Dirk Lux, CEO bei Zenith, die Nutzung künstlicher Intelligenz: "Chatbots übernehmen Teile der Kommunikation mit dem Kunden. Selbstlernende Technologien prognostizieren Kundenverhalten und richten die personalisierte Kundenansprache darauf aus."

Mit geschätzten 205 Milliarden US-Dollar wird Internetwerbung in diesem Jahr rund 36,9 % der gesamten Werbeausgaben weltweit ausmachen. Fernsehsender fallen mit 195 Milliarden US-Dollar Werbeeinnahmen erstmals auf den zweiten Platz zurück. Zu dieser Prognose kommt die Studie Advertising Expenditure Forecasts , die Zenith regelmäßig erstellt.

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