Human Robotics

Die TU Delft entwickelt Rettungsroboter mit Schwarmintelligenz

Modularer Aufbau, Geländegängigkeit und niedrige Herstellkosten zeichnen den Zebro aus. Der Clou ist jedoch seine Software, mit der sich die Roboter selbstständig zu Schwärmen organisieren.

30.10.2017
Quelle: TU Delft
Quelle: TU Delft

Mit seinen sechs sichelförmigen Beinchen bewegt sich der Zebro auch in unwegsamem Gelände sicher. Der kleine Roboter ist mit Audiosensoren ausgestattet – und mit einer Software, die ihn mit einem Schwarm von Artgenossen vernetzt.

Als mögliches Einsatzszenario sehen die Entwickler unter anderem die Suche nach Verschütteten in Erdbebengebieten. Denn weil immer die Gefahr von Nachbeben besteht, müssten menschliche Rettungskräfte bei dieser Aufgabe ein hohes Risiko eingehen. Entdeckt einer der beteiligten Zebros ein Opfer, gibt er die Information an den nächsterreichbaren Artgenossen weiter, der über ein sich selbst organisierendes Informationsnetzwerk weitere Zebros informiert. Menschliche Retter haben dann die Möglichkeit, diesen Informationspfaden zu folgen und die Verschütteten zu bergen.

Am Einsatz von Robotern in Katastrophengebieten wird bereits seit Längerem geforscht. Erst Anfang Oktober hat die Forschungsabteilung von Honda den Prototyp eines humanoiden Rettungsroboters vorgestellt. Anders als der Zebro könnte der von Honda entwickelte Disaster Response Robot bei der Rettung Verschütteter auch selbst aktiv werden.

Überall dort, wo der Einsatz menschlicher Retter als zu gefährlich eingestuft würde, wäre auch eine Kombination der Technologien denkbar. Mit der Logik von Schwarmintelligenz experimentieren aber auch andere Projekte, etwa das US-Militär. Dort geht es vor allem um den Vorteil, dass die selbstvernetzten Perdix-Drohnenschwärme den Ausfall einzelner Geräte problemlos verkraften.

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