Drones / Unmanned Systems

Die Schweiz integriert Drohnen in die Flugsicherung

Neuer Weg in der Schweiz: Statt auf Flugverbote für Drohnen setzt die Flugsicherung auf ein System, bei dem die Besitzer ihre Flüge vorab per Smartphone anmelden müssen.

27.09.2017
Quelle: Skyguide
Die Schweiz möchte Drohnen in die Flugsicherung integrieren. (Quelle: Skyguide)

Die Schweiz hatte bislang sehr liberale gesetzliche Regelungen für den Betrieb von Drohnen. Doch da nach Schätzungen des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) inzwischen rund 100.000 Schweizer eine Drohne besitzen, soll der Luftverkehr besser gesichert werden. Die Schweizer Flugsicherung Skyguide will in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission die Drohnen in den normalen Flugverkehr integrieren.

Die Europäische Kommission hat den U-Space definiert, eine bis in 150 Meter Höhe reichende Flugzone für Drohnen mit einem Gewicht bis zu 150 kg; dort sollen auch die Schweizer Drohnen fliegen. Ihre Besitzer müssen sich per Smartphone bei Skyguide registrieren und ihren Flugplan einreichen. Genehmigte Drohnenflüge werden dann von Skyguide überwacht. Falls eine Kollision mit einem anderen Fluggerät droht, wird der Drohnenpilot über sein Handy kontaktiert.

An der Entwicklung des Registrierungssystems, das bei einer Präsentation in Genf vorgeführt wurde, arbeiteten Drohnenhersteller und -dienstleister mit. Die Europäische Kommission strebt eine möglichst einheitliche, europaweite Regelung für den U-Space an, die ähnlich aussehen dürfte wie das Schweizer System.

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