Humanoid Robotics

Die Roboterzukunft nimmt Gestalt an

Noch bis 14. Mai zeigt das Vitra Design Museum in Weil am Rhein eine große Robotik-Ausstellung. Die Macher werfen auch ethische, soziale und politische Fragen auf, die mit Automatisierung und künstlicher Intelligenz verbunden sind.

24.04.2017
Roboter Mark Niedermann Museum
Noch bis 14. Mai zeigt das Vitra Design Museum in Weil am Rhein eine große Robotik-Ausstellung. (Foto: Vitra Design Museum / Mark Niedermann)

Roboter bauen längst Autos und Waschmaschinen oder transportieren Passagiere als selbstfahrende Züge von einem Flughafenterminal zum nächsten. Sie treten immer vielgestaltiger in Erscheinung – vom kommunizierenden Haushaltsgerät bis zum Software-Bot auf diversen Webseiten. Mit mehr als 200 Exponaten will die Ausstellung "Hello, Robot" im Vitra Design Museum in Weil am Rhein (Baden-Württemberg) das ganze Spektrum beleuchten. Zu sehen sind Roboter aus dem Wohn- und Pflegebereich und der Industrie, aber auch Computerspiele, Medieninstallationen und Beispiele aus Film und Literatur.

Während die Robotik früher eine Domäne von Ingenieuren und Computerexperten war, wirken heute Designer prägend an ihrer Gestaltung mit und bestimmen, wie Menschen mit Robotern in Beziehung treten und interagieren. Die Ausstellung wirft daher auch die Frage nach der Verantwortung der Designer auf.

Ergänzt wird "Hello, Robot" durch Talks, Filmvorführungen, Performances und Workshops. So diskutieren am 27. April Industrie-4.0.-Experten, wie Arbeit in Zukunft aussehen soll. Teilnehmer der Runde sind der Technikphilosoph Bruno Gransche vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI , Ruwen Kaminski, Leiter Corporate Brand und Design beim führenden Automatisierungsunternehmen Festo , und Marc Hassenzahl, Professor für Nutzererleben und Ergonomie im Bereich Industrial Design an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

Forderungen nach juristischen, politischen und ethischen Vorgaben für Unternehmen, die Roboter entwickeln, kommen in den letzten Jahren auch aus der Industrie. Skype-Mitgründer Jaan Tallinn etwa warnt davor, dass künstliche, global vernetzte Intelligenz im Internet der Dinge Bedingungen schaffen könnte, die dem Erhalt ihrer Hardware zuträglicher sind als dem Überleben der Menschheit. Und Tesla-Gründer Elon Musk spendete kürzlich 10 Millionen US-Dollar an das Future of Life Institut : Die Bostoner Einrichtung fördert weltweit Forschungsprogramme, die der drohenden Übermacht der Computer Einhalt gebieten sollen.

Humanoid Robotics Research & InnovationCyber-Physical Systems Artificial Intelligence RSS Feed abonnieren