Digitale Transformation

Die Medienlandschaft sieht allmählich digital aus

Während Erlöse aus dem analogen Content-Geschäft stagnieren, erwarten die PwC-Experten in den nächsten fünf Jahren ein deutliches Wachstum des Digitalgeschäfts.

07.11.2017
Quelle: PwC Deutschland
Quelle: PwC Deutschland

Auf rund 5,8 % jährlich schätzen die Verfasser des German Entertainment & Media Outlooks 2017–2021 den Anstieg der digitalen Erträge bis 2021. Lag der Anteil des Digitalgeschäfts im Jahr 2012 noch bei 29 % des Gesamtumsatzes, so hätte er dann bereits rund 43 % erreicht.

Ein deutliches Wachstum auf dem analogen Sektor sehen die Experten der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft lediglich bei der klassischen TV-Werbung: Die soll bis 2021 auf rund 4,8 Milliarden Euro anwachsen.

Zu den Wachstumstreibern gehört der digitale Wandel in klassischen Branchen: Bis 2021 soll zum Beispiel mehr als jedes fünfte verkaufte Buch ein E-Book sein. Das größte digitale Wachstum innerhalb des Buchmarkts soll dabei vom Schul- und Lehrbuchbereich ausgehen. Hier rechnen die Experten mit einem Anstieg auf rund 40 %. 2016 gingen nur 4,3 % aller Schul- und Lehrbuchumsätze auf Digitalverkäufe zurück.

Das neidvoll beäugte Musterbeispiel bleibt jedoch der britische Guardian : Die Zeitung verdient online bereits mehr, als sie mit klassischer Print-Werbung einnimmt. Die Anzahl der Web-Aboleser hat sich im vergangenen Jahr von 75.000 auf 300.000 gesteigert.

Und dem Guardian ist es offenbar gelungen, eine überzeugte Anhängerschaft aufzubauen, nicht zuletzt in den USA. Von dort kamen nämlich die meisten der 300,000 Online-Leser, die den Aufrufen am Schluss eines Artikels folgten und eine spontane Einzelspende tätigten.

Digitale Transformation Media & AdTechPlatform Economy RSS Feed abonnieren