Drones

Die Lufthansa gibt Online-Nachhilfe für Drohnenpiloten

Der Umgang mit unbemannten Flugobjekten soll stärker reguliert werden. Die kommenden Verordnungen werfen ihre Schatten bereits voraus.

01.02.2017
Lufthansa Nachhilfe Drohnenpiloten
Die Lufthansa gibt Online-Nachhilfe für Drohnenpiloten mit SafeDrone. (Foto: safe-drone.com/Lufthansa Technik AG)

Mit dem Programm SafeDrone will Lufthansa Technik angehenden Drohnenpiloten Wissen zu den fliegerischen, technischen und rechtlichen Aspekten im Umgang mit ihren Fluggeräten vermitteln. Zum Leistungsumfang des Angebots gehört ein kostenloses Online-Training, das demnächst um professionelle Aufbauschulungen ergänzt werden soll. Nach erfolgreichem Abschluss kann der Pilot ein Zertifikat erhalten. Je nach Vorkenntnissen soll die Schulung, die komplett online über den Webbrowser läuft, etwa eine Stunde in Anspruch nehmen.

Ob das erworbene Safe-Flyer-Zertifikat dem Kenntnisnachweis entspricht, wie er in der von Bundesverkehrsminister Dobrindt auf den Weg gebrachten "Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten" verlangt wird, steht noch nicht fest. Die Verordnung sieht mehrere Erleichterungen für gewerbliche Nutzer, aber auch Einschränkungen für private Anwender vor. So sollen Unternehmen für den Betrieb von Drohnen mit einem Gewicht unter 5 kg keine Erlaubnis mehr einholen müssen. Entfallen soll auch die Regelung, dass Drohnen grundsätzlich nur in Sichtweite des Lenkers unterwegs sein dürfen. Das soll jetzt nur noch für Modelle unter 5 kg gelten und vereinfacht den Drohnentransport von Paketen. Dazu ist jedoch eine Genehmigung der zuständigen Landesluftfahrtbehörde nötig.

Auf der anderen Seite müssen Drohnen mit einem Gewicht ab 250 g eine Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers tragen. Für das Steuern von Fluggeräten mit mindestens 2 kg soll ein Kenntnisnachweis vergleichbar einem Pilotenschein erforderlich werden. Die maximale Flughöhe von unbemannten Fluggeräten soll auf 100 m begrenzt, das Überfliegen von Wohngrundstücken, Flughäfen und sensiblen Bereichen wie etwa großen Menschenansammlungen, Gefängnissen oder Industrieanlagen verboten werden.

Die neue Verordnung wurde im Januar dem Bundeskabinett vorgelegt, es folgt die Weiterleitung an den Bundesrat. Zu einigen offenen Punkten hat der Bundesverband Copter Piloten e.V. (BVCP), der selbst professionelle Schulungen vermittelt, bereits nachgehakt und seine "Erläuterungen zum Sachstand" in einem kurzen Videobeitrag zusammengefasst. Der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV) wiederum erachtet die Verordnung ohnehin als "überflüssig" , nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass eine EU-weite Neuregelung bereits auf dem Weg ist.

Drones / Unmanned Systems Aviation & Space TechnologyRecht & Datenschutz RSS Feed abonnieren