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Die Generation Z schert sich nicht um IT

Unter 20-Jährige kennen keine Welt ohne Internet. Doch obwohl sie völlig selbstverständlich mit den digitalen Medien umgehen, begeistern sie sich kaum für die Informationstechnik (IT).

30.05.2017
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Welche der folgenden Geräte hast du persönlich schon? (Grafik: Bitkom)

Die neue Studie Kinder & Jugend in der digitalen Welt des Digitalverbands Bitkom macht deutlich: Kinder sind in Deutschland immer früher, immer länger und meist sogar mit dem eigenen Smartphone im Netz unterwegs. Über ein eigenes Gerät verfügen bereits 67 % der 10- bis 11-Jährigen (2014: 50 %), ab 12 Jahren gehört das Gerät dann quasi zur Standardausstattung.

"Ins Internet zu gehen, ist den Kindern von heute völlig fremd, sie sind always on – egal wo und egal wann", sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg bei der Vorstellung der Studie, für die 926 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 befragt wurden. "Die Generation Y ist in die entstehende digitale Welt reingewachsen. Die Generation Z ist nun die erste Altersgruppe, die vom Kindesalter an mit digitalen Technologien aufwächst."

Zur Generation Z gehört, wer heute jünger ist als zwanzig. Die Ersten dieser Generation steigen gerade ins Arbeitsleben ein. Und schon jetzt zeigt sich, dass sie – anders als die Generation Y – nicht auf Sinnsuche und Karriere aus sind: Die Generation Z will arbeiten, um Geld zu verdienen und in erster Linie genug Zeit fürs Privatleben haben. Zu dieser Erkenntnis kommt Christian Scholz, der über die Generation Z forscht . Arbeitgeber müssten radikal umdenken, warnt der Arbeitsmarktexperte der Universität des Saarlands. Stichworte wie Homeoffice in Stellenangeboten, also die Vermischung von Arbeit und Freizeit, sind bei den Jugendlichen der Generation Z wenig gefragt. Auch "die leistungsorientierte Mentalität der Generation Y liegt ihnen fern", so Scholz. Personaler, aber auch Hochschulen, seien gut beraten, ihre Recruiting-Strategien anzupassen.

Die Zeit, in der Auszubildende von der Faszination einer interessanten IT angelockt wurden, ist für Scholz vorbei. Die Generation Z nutze Smartphone und Tablet zwar ganz selbstverständlich, doch die Technologie, die dahintersteckt, interessiere sie nicht annähernd mehr so wie die IT-affine Vorgängergeneration Y.

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