Artificial Intelligence

Die EU bereitet Robotergesetze vor

Als Isaac Asimov 1942 seine drei Robotergesetze formulierte, galten sie noch als pure Science-Fiction. Jetzt werden sie Wirklichkeit: Die EU will den Einsatz ziviler Roboter reglementieren und ihnen einen speziellen rechtlichen Status zugestehen.

30.01.2017
Roboter Nao
NAO, ein SoftBank Robotics Roboter

Wie die EU-Abgeordnete Mady Delvaux berichtet , soll die Kommission derzeit EU-weite "Robotergesetze" entwickeln. Grund seien die rechtlichen und ethischen Fragen, die die zunehmende Nutzung von Robotik und künstlicher Intelligenz aufwirft. Eine Option könnte sein, Robotern einen Status als "elektronische Persönlichkeit" zuzuweisen – etwa dann, wenn es um Schadenersatz geht. Dringlicher sei jedoch ein Rechtsrahmen für die autonom-intelligenten Systeme, die bereits auf dem Markt sind oder in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren verfügbar sein werden.

Zudem wird in dem Bericht, den der EU-Rechtsausschuss mit 17 zu 2 Stimmen angenommen hat, ein sogenannter Kill-Schalter für Roboter gefordert: Die Designer sollen entsprechende Vorrichtungen einbauen, damit die Maschinen in Notfällen ausgeschaltet werden können. Das Problem Reißleine wird bald auch im Kino diskutiert werden, denn Warner Bros. hat für den Herbst die Fortsetzung "Blade Runner 2049" angekündigt. Delvaux will nun aufs Tempo drücken, um gemeinsame europäische Standards zu schaffen, bevor die Mitgliedsstaaten jeweils eigene Gesetze auf den Weg bringen.

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