Security

Die Cybercop-Ausbildung soll europaweit einheitlich werden

Cybercrime stellt eine Vielzahl von Anforderungen an die Ermittler. Doch die entsprechenden Ausbildungen setzen in jedem EU-Land andere Schwerpunkte. In Albstadt-Sigmaringen entsteht derzeit ein Portal für europaweiten Wissenstransfer.

03.11.2017
Cebit-ID19-044ir_SENTER-rolling_presentation_of_coe
Bildquelle: SENTER Project

Jede Polizeibehörde in Europa arbeitet mit eigenen Methoden. Das erschwert die Zusammenarbeit in Sachen grenzüberschreitender Netzkriminalität. Zusammen mit EUROPOL und CEPOL wird jetzt an einer europaweiten Standardisierung der Cybercop-Ausbildung gearbeitet. Maßgeblich daran beteiligt ist die Hochschule Albstadt-Sigmaringen, bereits seit 2008 ständiger Vertreter in der European Cybercrime Training and Education Group (ECTEG). Das Projekt nennt sich SENTER (Strengthening European Network Centres of Excellence in Cybercrime) und wird von der Europäischen Kommission mit 1.976.848,89 Euro gefördert.

Mehrere Wissenschaftler entwickeln bei SENTER eine Kompetenzmatrix, in der die nötigen Fähigkeiten aller im Bereich Cybercrime aktiven Berufe in den europäischen Strafverfolgungsbehörden erfasst werden – vom sogenannten Ersteinschreiter über den IT-Forensiker bis zum Polizeichef. Das Skill Management Portal, das bis zum Sommer 2018 fertig entwickelt sein soll, funktioniert wie ein persönlicher Trainer: Cybercops geben ihren Tätigkeitsschwerpunkt ein und welche Aus- und Fortbildung sie dazu absolviert haben. Wo die Anwendung Nachholbedarf erkennt, schlägt sie eigens konzipierte Online-Trainings vor.

Security Data RecoveryRecht & DatenschutzIncident ResponseE-Government RSS Feed abonnieren