Artificial Intelligence

Die Apple Watch soll das Herzinfarktrisiko verringern

Wissenschaftler der University of California in San Francisco haben einen Anti-Herzinfarkt-Algorithmus entwickelt: Anhand der Daten, die von der Apple Watch aufgezeichnet werden, soll er etwaige Herzrhythmusstörungen des Trägers diagnostizieren.

29.05.2017
cardiogram
Mit den Daten, die von der Apple Watch aufgezeichnet werden, sollen Herzrhythmusstörungen erkannt werden (Grafik: Cardiogram)

Mit einer Genauigkeit von 97 % kann der auf einem neuronalen Netzwerk beruhende Algorithmus Vorhofflimmern erkennen, wenn er die Daten des Herzfrequenzmessers einer Apple Watch auswertet. Wie das Technologie-Online-Portal TechCrunch schreibt, werteten die Forscher die Messungen der App Cardiogram aus. In die Entwicklung flossen dem Bericht zufolge Daten von 6.158 Nutzer ein, deren EKGs größtenteils unauffällig waren. Bei 200 von ihnen diagnostizierten Ärzte allerdings Vorhofflimmern. Die von der Apple Watch aufgezeichnete Daten dieser Teilnehmer nutzten die Forscher anschließend, um den Algorithmus zu trainieren.

Nach Einschätzung der US-amerikanischen Stroke Association bringt ein unbehandeltes Vorhofflimmern ein fünf Mal höheres Herzinfarktrisiko mit sich. Wie Brandon Ballinger, Mitgründer von Cardiogram und als Datenwissenschaftler an der Studie beteiligt, im Gespräch mit TechCrunch äußerte, ließen sich zwei Drittel der darauf zurückzuführenden Infarkte mit relativ preisgünstigen Medikamenten verhindern. Cardiogram will die Studien fortsetzen und den Algorithmus, sobald er ausgereift ist, in seine App einfließen lassen.

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