Security

Die Angst vor Cyberkriminalität geht um

Laut einer aktuellen Umfrage befürchtet jeder zweite Deutsche, dass er zum Opfer von Cyberkriminellen werden könnte. Dabei spielt es keine große Rolle, ob der jeweilige Internetnutzer über viel oder wenig Digitalkompetenz verfügt.

29.05.2017
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Die Einstellungen der Deutschen zur Digitalisierung. (Grafik: Ipsos)

In einer repräsentativen Online-Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im April 1.000 Nutzer nach den Folgen der Digitalisierung für sie persönlich. Dabei machten die Interviewten auch Angaben zu ihrer eigene Digitalkompetenz; in der Auswertung schlüsseln die Meinungsforscher die Ergebnisse daher nach Aussagen von Anfängern und von Experten auf. Dabei zeigte sich, dass Anfänger Chancen grundsätzlich niedriger und Risiken höher bewerteten als Nutzer mit umfangreicheren Kenntnissen.

Die Sorge vor Cyberkriminalität treibt indes alle um: Bei immerhin 48 % der Experten und 57 % der Anfänger ist diese Befürchtung groß. Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes haben dagegen nur 11 % der Experten beziehungsweise 15 % der Anfänger. Deutlich größer sind die Unterschiede bei der Einschätzung der Chancen: Ihre Fähigkeiten, Fake-News aufzudecken, schätzen erfahrene Internetnutzer wesentlich höher ein (41 zu 19 %). Auch fühlen sie sich von der Digitalisierung deutlich stärker dazu inspiriert, sich neuen Herausforderungen zu stellen, als Menschen mit geringer digitaler Kompetenz (45 zu 21 %).

Der in der Studie dokumentierten geringen Sorge um den eigenen Arbeitsplatz widerspricht allerdings eine Erhebung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung , die im März veröffentlicht wurde. Darin gaben 58 % der Befragten an, sie erwarteten, dass durch die bevorstehenden Veränderungen Jobs verloren gehen.

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