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Die 5 Todsünden bei der Arbeit per Fernzugriff

Der Fernzugriff auf Unternehmensdaten und -Infrastruktur von unterwegs oder vom Home-Office hat Hochkunjunktur. Der Einsatz von Remote-Tools ist aber nicht ohne Tücken.

16.09.2015 Susann Klossek

Remote-Zugriff

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Via Fernzugriff sind der standortunabhängigen Nutzung meist keine Grenzen mehr gesetzt. (Foto: Iablonskyi Mykola / Shutterstock.com )

Egal, ob von unterwegs, auf Geschäftsreise oder im Home-Office: In der Business-IT gewinnt die Fernarbeit via Remote-Zugriff zunehmend an Bedeutung. Der Zugang zum Arbeitsplatzrechner über das Internet von jedem Ort aus und zu jeder Zeit macht das Arbeiten flexibler, birgt aber auf der anderen Seite auch einige Gefahren. Das Software-Unternehmen AnyDesk hat nun die fünf Todsünden bei der Fernarbeit zusammengestellt.

Sicherheit der Software

Die Sicherheit der verwendeten Software wird zum Teil noch vernachlässigt. Ein absolutes Muss ist eine permanente Verschlüsselung sämtlicher Verbindungsdaten auf Basis eines Standardprotokolls wie TLS, das auch im Online-Banking verbreitet ist.

Es empfiehlt sich, neben der Sicherheit vor allem der Performance von Remote-Deskopt-Tools Beachtung zu schenken.
Andreas Mähler, Geschäftsführer AnyDesk Software
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Andreas Mähler, Geschäftsführer AnyDesk Software (Foto: AnyDesk Software)

Ebenso unabdingbar: Ein sicheres Authentifizierungsverfahren für die Rechner beziehungsweise Verbindungspartner, um so genannte "Man-in-the-Middle-Angriffe" auszuschließen. Lösungen, die auch Verbindungen unter komplettem Umgehen der Server des jeweiligen Anbieters ermöglichen, bieten besonderen Sicherheitsvorteil. "Beim Thema Sicherheit haben die meisten Anwender inzwischen ihre Hausaufgaben gemacht", sagt AnyDesk-Geschäftsführer Andreas Mähler, "bei der Performance zeigen sich aber noch große Unterschiede zwischen den Lösungen."

Passwörter/Zugangscodes

Eine große Schwachstelle ist nach wie vor der Nutzer selsbt. Er muss für das Thema Sicherheit sensibilisiert werden. Der sorgfältige Umgang mit Passwörtern und Zugangscodes lässt allzu oft noch zu wünschen übrig. Der Post-it-Zettel am Bildschirm mit dem Passwort und simple, zu kurze Passwörter sind noch immer verbreitet. Zu empfehlen sind leicht abgewandelte Phrasen und Sätze. Wem nichts einfällt, dem empfiehlt sich ein Passwort-Manager.

Im Home Office und unterwegs zählt die Performance

Performance

Latenzzeiten und verzögerte Reaktionen können nerven oder gar das Arbeiten in komplexen Anwendungen be- oder auch ganz verhindern. Oft liegt das allerdings nicht an der Internetverbindung, sondern an der Remote-Desktop-Lösung selbst. Bei deren Auswahl sollte also Aspekten wie Bildwiederholrate, Latenz und auch dem bei Verbindungen übertragenen Datenvolumen unbedingt Beachtung geschenkt werden.

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Das Arbeiten im Home-Office kann betriebliche und arbeitsrechtliche Fragen mit sich bringen. (Foto: Sychugina / Shutterstock.com)

Rechtliche Fragen

Arbeiten aus dem Home-Office kann betriebliche und arbeitsrechtliche Fragen mit sich bringen. Möglicherweise gibt es im Unternehmen bereits eine Regelung für das Thema Home-Office oder existieren bestimmte datenschutzrechtliche Vorgaben?

Außerdem sollte die Personalabteilung nicht außen vor gelassen werden. Auch in Hinblick auf den Schutz der Mitarbeiter. Vor- und Nachteile der Fernarbeit müssen abgewogen werden. Beutet sich der Mitarbeitende durch unkontrollierte Mehrarbeit im Home-Office möglicherweise selbst aus? Andererseits erhöhen die Reduzierung von Fahrtzeiten oder die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf wiederum die Flexibilität.

Usability

Die Lösung für die Fernarbeit muss einfach und unkompliziert bedienbar sein, damit auch weniger IT-affine Mitarbeitende problemlos damit arbeiten können. Auf selten genutzte oder nur von IT-Profis verwendete Funktionen sollte am besten verzichtet werden, diese blähen die Lösung nur funktional auf und versperren den Blick aufs Wesentliche.

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