Startups

Deutsche Startups streben nach Internationalität

Der 5. Deutsche Startup Monitor liefert eine Bestandsaufnahme der hiesigen Gründerszene: Junge deutsche Unternehmen sind offen und am liebsten international ausgerichtet. Das ist zumindest das Selbstbild.

25.10.2017
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KPMG AG

Laut der nach eigenen Angaben repräsentativsten Studie zu Startups in Deutschland planen 82,7 % eine weitere Internationalisierung.

Ziel sind vor allem die übrigen EU-Staaten. Gleichzeitig werden jedoch noch 80 % der Umsätze auf dem heimischen Markt erzielt. Als Hindernisse beim Eintritt in neue Märkte nennt der Startup Monitor 2017 vor allem die Unterschiede in der Gesetzgebung und Regulierung genannt. Kulturelle Unterschiede und Sprachbarrieren spielen hingegen nur eine kleine Rolle. Das Problem, finden die Autoren, sei politisch zu lösen.

Darüber hinaus stimmen zwei von drei befragten Startups der Aussage zu, dass das deutsche Startup-Ökosystem durch Zuwanderung aus dem Ausland profitiert. Ein Beleg dafür ist, dass beispielsweise in Berlin 47,7 % der Startup-Mitarbeiter keine deutsche Staatsangehörigkeit haben. Auch hier macht den Unternehmen aber die Bürokratie das Leben schwer: Jedes dritte Jungunternehmen berichtete von Schwierigkeiten bei der Einstellung ausländischer Mitarbeiter. Eine Willkommenskultur sei für den Standort Deutschland unerlässlich. Zusammenarbeit wird ohnehin großgeschrieben: 67,5 % der Startups kooperieren mit anderen Startups.

Was die Arbeitsbedingungen betrifft, gibt es aber offensichtlich noch Optimierungspotenzial. Für Aufsehen sorgte jüngst das Buch der Französin Mathilde Ramadier , die in zwölf Berliner Startups gearbeitet hat und ihnen vor allem faule Versprechen vorwirft. "Es gibt in Startups oft eine gewisse Diskrepanz zwischen dem, was kommuniziert wird, und dem tatsächlichen Arbeitsalltag", sagte dazu Prof. Dr. Nicola Breugst, zuständig für Entrepreneurial Behavior an der TU München, in einem Interview mit Zeit Online. Das produziere mitunter Enttäuschungen.

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