Digitale Transformation

Der Status quo bremst digitale Geschäftsmodelle aus

Die Digitalisierung kann Innovationen beschleunigen, glauben zwei Drittel der Führungskräfte in Deutschland. Nur: Die Innovationsreife der eigenen Organisation schätzen fast ebenso viele als mittelmäßig oder schwächer ein.

24.10.2017
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Quelle: metaBeratung

Für die Studie "Digitale Agenda 2020" hat die IT-Beratung DXC Technology 300 Führungskräfte mit Entscheidungsbefugnis bei der digitalen Transformation befragt. Lediglich knapp 10 % von ihnen geben an, dass sie in der Zusammenarbeit mit kreativen Köpfen bereits den Top-Reifegrad für Innovation erreicht haben. "Dies gilt sowohl innerhalb der Unternehmensorganisation als auch für externe Partner", sagt Dr. Martin Eldracher von DXC Technology.

Unter anderem sind es offenbar überkommene Strukturen, die den Digitalisierern das Leben schwer machen. Ein Hemmschuh ist den Managern zufolge, dass es den Chefetagen an Visionen fehlt, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln. Kommen solche Projekte doch ins Laufen, sei das Risiko in der Praxis groß, dass traditionelle Unternehmensbereichsleiter ihr Veto einlegen. "Es läuft doch", ist das gängige Argument. Schließlich geht es oftmals um etablierte und (noch) funktionierende Prozesse, die jedoch für die Zukunft geändert werden müssten. Die Berater empfehlen als Leitlinie: "Groß denken, klein anfangen, früh testen und Erfolge schnell skalieren."

Allerdings müssen sich die befragten Entscheider wohl auch an die eigene Nase fassen: Die Meta Beratung wollte von mehr als 1000 Führungskräften wissen, wie gut sie selbst auf das digitale Zeitalter vorbereitet sind. Das Ergebnis: 92 % sagten, sie spürten die Auswirkungen der digitalen Transformation bereits in ihren Unternehmen. Aber 40 % beginnen gerade erst mit den Vorbereitungen.

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