Artificial Intelligence

Der Minibus "Olli" assistiert Menschen mit Behinderung

Das IT-Unternehmen IBM will seinen elektrischen, selbst fahrenden Shuttlebus Olli so erweitern, dass er künftig auch Passagieren mit Behinderungen die Fahrt erleichtert.

08.05.2017
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Der selbstfahrende Shuttlebus Olli soll künftig auch Passagieren mit Behinderung die Fahrt erleichtern. (Foto: Localmotors)

Olli zeigte einige seiner Künste bereits auf der diesjährigen CeBit. Der elektrische Minibus mit bis zu zwölf Plätzen fährt ohne menschlichen Fahrer, kommuniziert mit seinen Passagieren, antwortet auf Fragen und gibt auf Aufforderung beispielsweise Restaurantempfehlungen. Über erweiterte Dienste verfügt der "Accessible Olli", der 2018 kommen und Menschen mit Behinderungen die Fahrt erleichtern soll. Möglich macht das die künstliche Intelligenz (KI) IBM Watson , die per Sprachausgabe und über Texte, die auf Tablet-Computern oder Smartphones angezeigt werden, mit den Fahrgäste interagiert. So könnte Olli Sehbehinderten den Weg zu einem freien Sitzplatz weisen. Zu einem späteren Zeitpunkt wollen die Entwickler weitere KI-Funktionen integrieren: Olli könnte beispielsweise per Bilderkennung feststellen, ob ein Fahrgast an der Haltestelle im Rollstuhl sitzt und daraufhin gleich seine automatische Einstiegsrampe ausfahren.

Einige Modelle der ersten Baureihe, wie sie auf der CeBit zum Einsatz kamen, sind derzeit auf Testfahrten in der Schweiz und Deutschland unterwegs. Entwickelt wurde der autonom fahrende elektrische Kleinbus beim Startup Local Motors in Phoenix, Arizona. Seine Navigationstechnik stammt von der US-Firma Meridien Autonomous ; sie basiert nicht auf GPS, sondern auf einer 3D-Karte der Umgebung. Olli fährt maximal 55 km/h schnell und findet seinen Weg mittels eingebauten Kameras, Radar und Lidar, also Messungen mithilfe von Laserstrahlen.

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