Future Mobility

Der Mann im Mond bekommt LTE

Ein Berliner Startup will mit Technologiepartnern auf dem Mond ein LTE-Netz installieren. Die Basisstation soll dann auch anderen Raumfahrern die Kommunikation zur Erde ermöglichen.

24.03.2017
Vodafone Mission to the moon
Ein Berliner Startup will mit Technologiepartnern auf dem Mond ein LTE-Netz installieren. (Foto: Vodafone)

Nach zehn Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit will das Berliner Startup Part Time Scientists Mitte nächsten Jahres so weit sein und ALINA zum Mond schicken: Das Autonomous Landing and Navigation Module ist der erste kommerzielle Lander auf dem Markt. Er fasst eine Nutzlast von 100 kg und hat eine 4G-Basisstation mit dem neuen LTE-V-X Mobilfunkstandard von Vodafone an Bord, die auch nachfolgenden Mondmissionen zur Verfügung stehen soll.

Weil LTE-V mit Blick auf Connected Cars entwickelt wird, werden auch zwei Rover ihre Daten senden. Die beiden Spezialfahrzeuge vom Typ Audi lunar quattro sind eigens für die Mondmission entwickelt worden und ebenfalls mit der Funktechnik von Vodafone ausgestattet. Sie werden auf dem Erdtrabanten umherfahren, Bilder und Videos, Temperatur- und Zustandsdaten aufnehmen und Telekommandos zur Steuerung empfangen. Die Kommunikation zur 400.000 km entfernten Erde, die deutlich mehr Energie braucht, soll ALINA übernehmen, die dank größerer Solarpanels und der Tatsache, dass sie auf dem Mond in Parkposition verharrt, leistungsstärker ist. Das Landemodul fungiert sozusagen als Mobilfunkantenne, während die beiden Rover die Rolle der Smartphones übernehmen.

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