Digitale Transformation

d!conomy bringt ERP und BI zusammen

ERP-Systeme und Business Intelligence Anwendungen wachsen zusammen. Unter dem CeBIT-Topthema d!conomy zeigen zahlreiche Aussteller, welche Lösungen sie im Gepäck haben.

11.03.2015

Rund um den Globus steigt die Datenflut in den Unternehmen. Die Fülle der Informationen, die im geschäftlichen Umfeld ausgewertet werden müssen, nimmt rasant zu. Mittelständische Unternehmen werden ihre Prozesse in Zukunft weiter digitalisieren, um ihre Daten effizienter analysieren zu können. Nur so ist das Überleben im globalen Wettbewerb gesichert. Auf der CeBIT können Verantwortliche sehen, wie es geht.

ERP-Systeme und Business Intelligence Anwendungen wachsen zusammen und unterstützen diesen Trend. Unter dem CeBIT-Topthema d!conomy zeigen zahlreiche Aussteller, welche Lösungen sie im Gepäck haben.

Enterprise Ressource Planing und Business Intelligence sind auf der CeBIT seit Jahren zentrale Ausstellungsschwerpunkte . Dabei rückt der Mittelstand immer stärker in den Fokus der IT-Anbieter. Sie bedienen diese Zielgruppe mit maßgeschneiderten Lösungen, die sich individuell an die Branchen sowie die Anforderungen und Geschäftsstrukturen mittelständischer und kleinerer Betriebe (KMU) anpassen können.

ERP ist für mittelständische Unternehmen ein probates Mittel, die eigenen Geschäftsprozesse zu digitalisieren, Organisationsstrukturen zu optimieren und sämtliche Abläufe im Unternehmen transparenter zu gestalten. Ein klar strukturiertes ERP-System umfasst alle betriebswirtschaftlichen Segmente, von der Angebots- und Auftragsabwicklung, über das Finanz- und Personalwesen, bis hin zur Warenwirtschaft und Logistik. Viele Daten und Prozesse in ERP-System zu haben, heißt aber nicht, dass Führungskräfte auch tatsächlich aktuell und ausreichend informiert sind. Gerade das ist aber notwendig, um strategische Geschäftsentscheidungen treffen zu können, mit denen der wirtschaftliche Erfolg eines mittelständischen Unternehmens steht und fällt.

Business Intelligence (BI) bietet sich hier als sinnvolle Ergänzungslösung an. Daten lassen sich damit aus dem ERP-System so aufbereiten, dass sie als fundierte Entscheidungsgrundlage dienen können. BI ermöglicht in Verbindung mit dem ERP-System einen 360-Grad-Blick auf die unterschiedlichsten Unternehmensbereiche. So lassen sich beispielsweise bei einer Rundumsicht auf einen Kunden nicht nur die Umsatzzahlen, sondern auch weitere Schlüsselfaktoren (Key-Performance-Indikatoren - KPI) zu seinem Bestellverhalten, seinem Wert und Zahlungsverhalten sowie der Anzahl seiner Rücksendungen anzeigen.

Geschäftsentscheidungen systematisch vorbereiten

Mit BI-Lösungen können mittelständische Unternehmen tiefgehende Analysen erstellen. Daraus resultieren mit Blick auf die Geschäftsziele bessere operative und/oder strategische Entscheidungen. Dabei geht es nicht immer nur um nackte Zahlen, vielmehr lassen sich Daten auch grafisch aufbereiten und intelligent visualisieren. Auf diese Weise werden auch komplexe Zusammenhänge auf einen Blick sichtbar und klarer verständlich.

BI liefert anhand der im ERP-System vorgehaltenen Unternehmensdaten aber nicht nur reine Auswertungen. Auch Daten aus Fremdsystemen sowie Maschinendaten werden individuell für Analysen, Planungen und Reportings genutzt, um strategische und operative Aufgaben zu unterstützen. Selbst Erkenntnisse über den jeweiligen Markt, seine voraussichtliche Entwicklung und den Wettbewerb stellen BI-Anwendungen per Mausklick zur Verfügung. Immer mehr BI-Systeme greifen darüber hinaus den Trend zur "Mobile Enterprise" auf und bieten die Möglichkeit, mit Apps Auswertungen auf beliebigen mobilen Endgeräten verfügbar und konfigurierbar zu machen.

In Verbindung mit dem vorhandenen ERP-System kann Business Intelligence mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, ihre Prozesse sowie die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten profitabler zu machen, Risiken zu minimieren und Kosten zu reduzieren. Auf diese Weise lässt sich die eigene Wertschöpfung sowie die der Partner steigern, wodurch Geschäftsbeziehungen gestärkt werden. Für die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen wird das Zusammenwachsen von ERP-Lösungen und Business Intelligence damit in Zukunft zum entscheidenden Faktor.

Eckwerte zum Mittelstand

Im Jahr 2012 gab es laut Unternehmensregister in Deutschland rund 3,663 Mio. Unternehmen, 99,6% von diesen waren kleine und mittlere Unternehmen (KMU) (2011: ebenfalls 99,6%). Gegenüber dem Jahr 2011 ist die Zahl der Unternehmen mit steuerbarem Umsatz und/oder mit sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt um rund 14.000 (0,4%) gestiegen. Im Jahr 2012 gab es mit 14.381 Großunternehmen rund 130 Großunternehmen mehr als im Jahr 2011 (0,9%). Die Zahl der KMU des Jahres 2012 war um 0,4% höher als die des Jahres 2011.
Quelle: Institut für Mittelstandsforschung (IfM), Bonn

Digitale Transformation RSS Feed abonnieren