Internet of Things

Dash war nur der Anfang: Die IoT-Welle rollt an

Amazon Dash bringt das Internet of Things in den Alltag. Doch das ist erst der Anfang. Ein Ausblick.

27.10.2016
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Der Amazon-Dash-Button zeigt in kleinem Rahmen, worin die Chancen im IoT liegen: Maschinen vereinfachen Prozesse, indem sie Teilschritte für den Menschen übernehmen oder – im Optimalfall – komplett autonom arbeiten.

IoT-Lösungen für den Endnutzer sind schon jetzt keine Zukunftsmusik mehr. Smart Homes integrieren das Internet of Things in Heizung, Beleuchtung, Küchengeräte oder auch Sicherheitssysteme. Der Besitzer kann somit über externe Plattformen, etwa eine Smartphone-App, die angebundenen Geräte fernsteuern. So lässt sich zum Beispiel die Heizung bereits auf dem Heimweg vorwärmen oder ein Livefeed der Überwachungskamera auf das Tablet übertragen. Auch Smart Cars sind schon heute auf den Straßen unterwegs. Während die Live-Ansage von Verkehrsbehinderungen und Staus fast schon Standard in aktuellen Modellen ist, treiben Firmen wie Tesla die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen weiter voran. Wie kann das Internet of Things aber in Zukunft unseren Alltag beeinflussen?

Durch den Tag mit dem Internet der Dinge

Bisher dient das IoT dazu, uns "nur" die Arbeit zu erleichtern. Amazon Dash nimmt uns mühseliges Klicken durch die Menüs auf der Webseite ab, stattdessen wird die Bestellung automatisch ergänzt und abgeschickt. Andere Lösungen machen es uns zum Beispiel möglich, den Backofen vorzuheizen, während wir noch im Nebenzimmer vor dem Fernseher sitzen. Das wahre Potenzial aber liegt in der kompletten Automatisierung: Technische Geräte können alltägliche Aufgaben nicht nur teilweise, sondern vollständig übernehmen. Möglich wird das durch die dauerhafte Verbindung zum Internet, über die ständig Daten des Nutzers ausgetauscht und analysiert werden. Die Technik kann so unseren Tagesablauf nicht nur passiv, sondern vielmehr aktiv begleiten und auf unsere Handlungen reagieren. Ein Beispiel: Der Wecker klingelt am frühen Morgen. Das Wecksignal dient als Trigger für weitere Aktionen – die der Nutzer selbst konfigurieren kann. Ob man von Sonnenstrahlen wachgekitzelt oder von Heavy-Metal-Gitarren aus dem Bett geschmissen werden möchte: Der Fantasie sind dank Unterstützung der Technik keine Grenzen gesetzt.

Nach diesem Schema lassen sich ganze Handlungsstränge im Tagesablauf definieren. Wer zum Beispiel regelmäßig morgens zur Arbeit eilt und dabei Licht und Heizung anlässt, kann den Mehrkosten vorbeugen – indem er eine entsprechende Routine im System festlegt. Sobald die Smartphone-App also Haus oder Wohnung abschließt, werden sowohl die Lampen als auch die Heizkörper abgeschaltet. Genauso ist das Smartphone im Stande, aus der Ferne mit dem Smart Home zu kommunizieren. Sobald der GPS-Sender erkennt, dass der Arbeitsplatz zu Feierabend verlassen wird, erhält das IT-System in den eigenen vier Wänden eine entsprechende Benachrichtigung – und kann die Temperatur der Heizung anhand der aktuellen Wetterdaten anpassen. Das System analysiert Daten, die kontinuierlich gesammelt werden, und führt auf deren Basis vordefinierte Aufgaben aus. Unternehmen wie IFTTT ("If This, Then That") arbeiten längst an entsprechenden Services, die solche Aktionsketten ermöglichen.

Die Digitalisierung des Hotels: Conichi auf der SCALE11

Ein ähnliches Konzept verfolgt das Startup Conichi . Die Berliner digitalisieren Abläufe im Hotelalltag, zum Beispiel den Check-In oder die Bezahlung. Das funktioniert über die Beacon-Technologie. Die kleinen Bluetooth-Sender werden im Hotel installiert und kommunizieren mit der von Conichi entwickelten Smartphone-App. So hinterlegen Gäste ganz automatisch ihre Daten im Hotelsystem, begleichen offenstehende Rechnungen oder schließen per Fingerdruck auf das Display ihr Hotelzimmer ab.

Die Gründer von Conichi stellen ihr Produkt auch auf der SCALE11 2017 vor. Der Startup-Bereich der CeBIT bietet Gründern die Möglichkeit, interessierten Messebesuchern ihre Geschäftsidee zu präsentieren und Feedback von erfahrenen Branchenveteranen einzuholen. Entrepreneure treten hier mit Investoren und potenziellen Partnern in Kontakt und präsentieren Innovationen aus den verschiedensten Bereichen – eben auch aus der IoT-Welt.

Mehr zur SCALE11

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