Digital Health

Das Zutrauen in Telemedizin wächst

Fast ein Drittel der Bundesbürger ist grundsätzlich offen für eine medizinische Behandlung durch einen Roboter. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Schwenniger Krankenkasse.

31.03.2017
E-Health Telemedizin Roboterbehandlung
Ab dem 1. April wird sind Fernbehandlungen gesetzlich erlaubt - solange man vorher bereits beim Arzt war. (Grafik: Die Schwenninger)

Im Bedarfsfall, so ein weiteres Ergebnis der Befragung , würde jeder dritte Bundesbürger bei einem ihm unbekannten Arzt eine Videosprechstunde besuchen. Trotz dieser Bereitschaft, die eigene Gesundheit moderner Technik anzuvertrauen, legen 90 % der Befragten gleichzeitig Wert auf ausführliche Gespräche mit einem Arzt und persönliche Besuche vor Ort.

Die aktuelle Rechtslage passt sich diesem Bewusstseinswandel an: Waren Videokonsultationen, Online-Diagnosen per E-Mail oder die Verschreibung von Medikamenten auf diesem Weg bislang verboten, erlaubt das E-Health-Gesetz vom 1. April an eine Fernbehandlung, wenn es vorher einen persönlichen Kontakt zum Arzt gegeben hat. In einem Telemedizin-Modellprojekt geht das Land Baden-Württemberg noch einen Schritt weiter: Dort sollen Mediziner Patienten online oder am Telefon behandeln dürfen, die sie vorher nie persönlich gesehen haben. "In der intelligenten Kombination von Mensch und Technik liegt die Zukunft der Medizin", beurteilt Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse, diese Entwicklung.

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