Cloud

Das Wetter unter der iCloud bleibt leicht veränderlich

Kein Anwender soll das System verlassen – auf diese Maxime setzen etliche "Ökosysteme", von Facebook bis Apple. Dort allerdings sorgt die zentrale Sync-Plattform immer wieder für Schauer bei den Datenschützern.

06.04.2017
iCloud Apple Security
Das Unternehmen hat iOS-10.3-Anwender angeschrieben und sie vor einem Bug im neuen System gewarnt. (Grafik: Apple)

Der Ärger mit Apples Cloud-Speicherdienst iCloud will kein Ende nehmen. Nun hat das Unternehmen iOS-10.3-Anwender angeschrieben und sie vor einem Bug im neuen System gewarnt, das erst am 27. März freigegeben wurde. Der Fehler betreffe zwar nur "eine kleine Anzahl von Nutzern", ist aber mehr als lästig: Das System schaltet unbemerkt iCloud-Dienste wieder an , die zuvor manuell deaktiviert worden sind.

Erst kurz zuvor waren im iCloud-Windows-Client Schwachstellen entdeckt worden, die es Angreifern ermöglichen, aus der Ferne schädlichen Code einzuschleusen und zu starten. Eingeschränkt soll auch das Ausspähen von Informationen möglich sein. Apple hat zwischenzeitlich auf die Gefahr reagiert und die Lücken in Version 6.2 beseitigt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt allen iCloud-Nutzern, umgehend die aktuelle Version zu installieren .

Der iCloud-Client ermöglicht Zugriff auf die in der Cloud gespeicherten Fotos und Videos, ebenso wie auf E-Mails, Aufgabenlisten und Kalendereinträge des Nutzers. In der Vergangenheit machte die iCloud von sich reden, als Hacker daraus Nacktfotos zahlreicher Prominenter stahlen, etwa von Jennifer Lawrence und Rihanna. Das geschah allerdings nicht durch eine Sicherheitslücke wie diese, sondern mithilfe betrügerisch erbeuteter Zugangsdaten . Nichtsdestoweniger stuft das BSI die Gefahr, die von der Lücke ausgeht, als hoch ein. Dieselbe Lücke hatte Apple bereits vor einiger Zeit in seinen Betriebssystemen iOS und MacOS geschlossen.

Cloud Recht & DatenschutzMobileSecurity RSS Feed abonnieren