Drones

Das US-Militär lässt Schwärme von Minidrohnen fliegen

Ein Erkundungsflug ist erst dann gelungen, wenn der Späher zurückkehrt und berichtet. Im Schwarm stehen die Chancen sehr viel besser.

26.01.2017
Militärdrohnenschwarm
Das US-Militär lässt Schwärme von Minidrohnen fliegen. (Foto: Youtube/Go Ran

Das amerikanische Militär experimentiert seit einiger Zeit mit Minidrohnen vom Typ Perdix, die zu Dutzenden von Kampfflugzeugen abgeworfen werden und danach Schwärme mit einer eigenen, verteilten Intelligenz formen. In einem Video sieht man, wie 103 Minidrohnen sich zu einer Einheit zusammenfinden und anschließend vier verschiedene Missionen absolvieren. Jede Perdix-Drohne steht mit jeder anderen in Verbindung, sodass eine kollektive Entscheidungsfindung und ein anpassungsfähiger Formationsflug möglich werden. Die preiswerten Fluggeräte, die teilweise in 3D-Druckverfahren gefertigt werden, sollen vor allem Erkundungs- und Überwachungsflüge durchführen.

Die Perdix-Drohnen sind aus einem Studentenprojekt am MIT entstanden und werden mittlerweile vom Militär weiterentwickelt. Laut Datenblatt werden sie von einem Heckpropeller angetrieben, sind rund 16 cm lang, haben eine Spannweite von etwa 27 cm und können mit der Energie ihrer Lithium-Polymer-Akkus etwa 20 Minuten in der Luft bleiben. Das Entwicklungsprojekt knüpft damit an die Idee an, die ursprünglich auch das Internet hervorbrachte: hohe Funktionstoleranz beim Ausfall einzelner Knoten. Der Perdix-Schwarm kann Verluste einzelner Drohnen problemlos verkraften.

Drones / Unmanned Systems Artificial Intelligence RSS Feed abonnieren